Nur Felix Auböck als Gesamt-Vierter im EM-Finale

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Österreichs Schwimm-Medaillenhoffnung Felix Auböck ist am Montag in Budapest mit einem starken Vorlauf über 400 m Kraul sicher ins EM-Langbahn-Finale aufgestiegen. Nach Ende der Vormittags-Session war er von allen rot-weiß-roten Athleten der einzige in einem Finale oder Semifinale. Marlene Kahler verpasste über 800 m als Neunte den Einzug in die Top 8 um nur 19 Hundertstel. Bernhard Reitshammer gelang über 50 m Rücken das erhoffte Semifinale als 17. ebenfalls knapp nicht.

Somit war Auböck einziger OSV-Schwimmer in der Abendsession des ersten Tags der Langbahn-Bewerbe. Der 24-jährige Olympia-Starter musste sich im fünften Heat nur dem Italiener Gabriele Detti um 0,05 Sekunden geschlagen geben. In 3:47,61 Minuten wurde er nach allen Vorläufen Gesamt-Vierter und kämpfte damit am Abend (ab 18.09 Uhr) in der Final-Session um sein erstes Edelmetall bei einem Großereignis.

„Die Plicht ist einmal erfüllt und ich habe auch relativ gut Kraft sparen können. Jetzt heißt es voll konzentrieren, ausschwimmen und am Nachmittag da sein, wo es wirklich zählt“, lautete Auböcks Zwischenbilanz. Seine schärfsten Konkurrenten um die erhoffte Medaille werden wohl Marco De Tullio, Detti (beide ITA) und Danas Rapsys (LIT) sein, aber nicht nur die. „Da gibt es fünf bis sogar sieben, die um eine Medaille mitschwimmen können“, prophezeite Auböck, der bei sich aber noch „Reserven“ sah.

Auböck war ab 200 Metern bis zur letzten Länge in Führung gelegen, musste sich dann aber doch noch Detti knapp beugen.

Reitshammer verpasste über 50 m Rücken hauchdünn als 17. das Semifinale. Mit 25,29 Sekunden in seinem Heat Fünfter, fehlte ihm am Ende nur eine Hundertstel zum Aufstieg. Als erste Reserve durfte er noch auf einen Einsatz hoffen. „Es war für mich eine ganz gute Leistung, ich bin auch zufrieden. Der Lauf hat gepasst. Ein paar Sachen muss ich noch optimieren. Jetzt schauen wir einmal, ob sich jemand abmeldet, ob es fürs Semifinale reicht. Ich bin einmal gut in der EM angekommen. Dass gleich das erste Rennen so gut geht, ist ein gutes Zeichen“, sagte Reitshammer. Sein Teamkollege Marvin Miglbauer landete über die 50 m Rücken in 25,80 Sek. auf dem 33. Rang.

Über 50 m Kraul der Frauen war für Nina Gangl (25,61 Sek.) und Lena Kreundl (26,01) mit den Rängen 32 und 43 bereits im Vorlauf Endstation. Im 100-m-Delfin-Bewerb war Claudia Hufnagl in ihrem Vorlauf in 1:01,42 Fünfte, landete gesamt aber nur auf dem 38. Rang. Ihre Spezialdisziplin sind am Mittwoch aber die 200 m Delfin, wo sie das Semifinale anpeilt.

Gleich drei OSV-Starter waren bei den Männern über 100 m Brust am Start, Reitshammer hatte auf ein Antreten verzichtet. Für das Halbfinale reichte es für das Trio aber klar nicht. Christopher Rothbauer landete in 1:00,91 als 29. am weitesten vorne. „Am besten vergessen und auf den 200er konzentrieren“, lautete seine enttäuschte Bilanz. Valentin Bayer wurde 32. (1:01,22) und Luka Mladenovic 61. (1:03,10).

Kahler hätte zum Abschluss der Vormittags-Session über 800 m Kraul beinahe noch das zweite Final-Ticket für Österreich geholt, scheiterte aber als Neunte in 8:37,11 nur knapp. Sie konnte als erste Reservistin noch auf den Ausfall einer anderen Athletin hoffen. Zuvor hatte Johanna Enkner in 9:01,07 angeschlagen und wurde somit Gesamt-21.

Kahler war unzufrieden: „Wir waren lange auf Trainingslager und hatten mit dem Bereich der Olympia-Qualifikations-Zeit gerechnet. Schade, dass das nicht so geklappt hat. Ich habe ja noch mit den 1.500 und den 400 zwei weitere Starts. Ich hoffe, dass da mehr geht.


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