Prozess um versuchten Mord an 84-jährigem Ehemann

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Wegen versuchten Mordes an ihrem Ehemann muss sich eine 72-jährige Wienerin am Mittwoch am Landesgericht für Strafsachen verantworten. Sie soll am 23. Jänner 2020 dem 84-Jährigen nach jahrzehntelanger Ehe im Streit ein Küchenmesser mit einer 20 Zentimeter langen Klingenlänge zunächst in den Rücken gestochen haben. Laut Anklage versetzte er ihr darauf eine Ohrfeige, setzte sich auf einen Stuhl und wollte die Rettung rufen.

Der Staatsanwaltschaft zufolge wollte die Angeklagte das verhindern, indem sie drohte, sie werde noch ein Mal zustechen, sollte er den Notruf wählen. Der Mann nahm sie offenbar nicht ernst und griff zum Telefon, worauf er die Klinge in den Bauch gestochen bekam. Dabei wurde die Bauchhöhle eröffnet, es kam zu Gewebeeinblutungen, die in aller Regel mit Lebensgefahr verbunden sind. Im Fall eines anklagekonformen Schuldspruchs drohen der Angeklagten zehn bis 20 Jahre oder lebenslange Haft.


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