Erster Profisieg für Schweizer Schmid auf 11. Giro-Etappe

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Den ersten Profisieg auf der Straße für den Schweizer Mauro Schmid hat die 11. Etappe des Giro d‘Italia gebracht. Der 21-Jährige setzte sich am Mittwoch nach 162 harten Kilometern, davon 35 auf Schotter, in Montalcino im Zweier-Bergaufsprint gegen den Italiener Alessandro Covi durch. Leader Egan Bernal baute seinen Vorsprung in der Gesamtwertung deutlich aus. Der ehemalige Tour-Sieger aus Kolumbien führt nun 45 Sekunden vor dem neuen Zweiten, dem Russen Alexander Wlasow.

Schmid und Covi erwiesen sich nach einem Ruhetag in der Toskana als die stärksten Fahrer einer Elfer-Ausreißergruppe, die sich schon kurz nach dem Start in Perugia abgesetzt und zwischendurch bis zu 15 Minuten Vorsprung hatte. Am Ende holte sich Schmid im Sprint seinen ersten Sieg auf der World Tour und den bereits zweiten Giro-Tagessieg für die Schweiz nach Gino Mäder auf der 6. Etappe. Schmid kommt von der Bahn und ist für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert.

Während Bernal als Tages-Elfter ankam und seine Gesamtführung ausbaute, war Remco Evenepoel der Verlierer des Tages. Der 21-jährige Belgier, in seiner Heimat schon als neuer Eddy Merckx gefeiert, verlor über zwei Minuten auf Bernal und rutschte vom zweiten auf den siebenten Platz ab. Die beiden Österreicher Matthias Brändle und Felix Großschartner kamen mit jeweils über 22 Minuten Rückstand als 82. bzw. 119. ins Ziel.

Am Donnerstag folgt die zwölfte Etappe über 212 Kilometer von Siena nach Bagno di Romagna. Jeweils zwei Berge der zweiten und dritten Kategorie sollten die Topfavoriten auf den Gesamtsieg vor keine große Probleme stellen, die Sprinter dürften aber kaum mithalten.


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