17. Architekturbiennale in Venedig gestartet

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Vor politischen Gästen und mit einer ersten Preisverleihung ist in Italiens Lagunen-Stadt Venedig die 17. Internationale Architekturbiennale gestartet. Am Samstag eröffnete der Präsident der Biennale di Venezia, Roberto Cicutto, die bis zum 21. November dauernde Schau. Bei der wichtigsten Präsentation zur Baukunst weltweit zeigen mehr als 100 Teilnehmer aus 46 Ländern ihre Entwürfe und Ideen. Außerdem kann das Publikum 61 Länderpavillons betrachten.

Das Motto lautet „How will we live together?“ (Wie werden wir zusammenleben?). Eigentlich öffnet die Ausstellung alle zwei Jahre, wegen der Corona-Pandemie war sie aber von 2020 auf 2021 verschoben worden. Für Venedig ist die Architekturbiennale nach langen Corona-Sperren ein erstes derart großes Publikumsevent mit internationaler Beachtung. Die Schau soll für Italien zu einem Symbol des Neustarts von Kultur und Tourismus werden. Der Eintritt ist unter strengen Hygiene-Regeln für eine begrenzte Zuschauerzahl möglich.

Geleitet wird die Biennale vom libanesisch-amerikanischen Architekten Hashim Sarkis. Eine Fachjury vergibt Goldene Löwen für den besten nationalen Beitrag und für den besten Teilnehmer der internationalen Schau. Diese Preisverleihung ist für den 30. August geplant. Schon am Eröffnungstag wurde der spanische Architekt Rafael Moneo mit dem Lebenswerk-Löwen geehrt. „Es ist mir ein Rätsel, warum er den Löwen bis jetzt noch nicht bekommen hat“, sagte Sarkis.

Venedig-Liebhaber Moneo zeigte sich bei der kontaktlosen Übergabe des Preises - er musste ihn selbst aus einer Box nehmen - bewegt. Für Architekten sei die Biennale wichtig, um zu verstehen, was in der aktuellen Architektur passiere. Er freue sich, dass auch die brasilianische Architektin Lina Bo Bardi einen Löwen bekomme.

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Postum soll Bo Bardi (1914-1992) einen Lebenswerk-Löwen erhalten. Zu ihren bekanntesten Werken gehören zwei ikonische Gebäude in Brasiliens Metropole Sao Paulo, das Kunstmuseum von Sao Paulo und das Kultur- und Sportzentrum SESC Pompeia. Auch ihr gläsernes Wohnhaus erregte Aufsehen. Lina Bo Bardi verband damit europäischen Modernismus mit brasilianischer Populärkultur. Ihre Gebäude brachten laut Sarkis Architektur, Natur, Wohnen und Gemeinschaft zusammen.


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