„Haus der Wildnis“ in Niederösterreich eröffnet

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Im niederösterreichischen Lunz am See (Bezirk Scheibbs) ist am Samstagnachmittag das Ausstellungs- und Besucherzentrum „Haus der Wildnis“ eröffnet worden. Dieses soll das UNESCO-Weltnaturerbe Dürrenstein-Lassingtal erlebbar machen, ohne dass die Besucher das Wildnisgebiet selbst betreten, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Aufgrund des Schutzstatus ist es nicht möglich, viele Menschen ins Gebiet zu lassen.

Mit dem „Haus der Wildnis“ habe man nun eine Alternative, mit der man den Besuchern die Natur im Wildnisgebiet dennoch näherbringen könne. „Das ‚Haus der Wildnis‘ ist ein Meisterstück dafür, wie man mit digitaler Kompetenz Natur vermitteln kann“, sagte Mikl-Leitner. Das Ausstellungszentrum soll die Sensibilität für die Natur fördern und gleichzeitig „ein Turbo für Wirtschaft und Tourismus“ sein.

Die Ausstellung befasst sich mit Urwald, Wildnis und Wasser der gesamten Region - mit Virtual Reality, interaktiven Stationen und Stationen zum Vertiefen. Unter anderem zeigen zwei Aquarien die Auswirkungen des Klimawandels auf den Lunzer See. Auch ein Bohrkern aus dem See wird zur Schau gestellt.

Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) betonte bei der Eröffnung, dass die Coronakrise gezeigt habe, dass die Natur ein wichtiger Rückzugsort sei. „Wir wollen diese unberührte Natur für alle Zeiten schützen und für die Nachwelt bewahren“, sagte er. Vor diesem Hintergrund sei es besonders erfreulich, dass das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal mit dem neuen „Haus der Wildnis“ nun erstmals für alle erlebbar werde. Insgesamt wurden rund sechs Millionen Euro in das Haus investiert.

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