Grabowski spekuliert im Rücken-EM-Finale mit Medaille

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Lena Grabowski hat am Samstag bei der Schwimm-EM in Budapest souverän das Finale über 200 m Rücken erreicht. Den im Vorlauf aufgestellten OSV-Rekord von 2:09,12 Minuten verbesserte sie im Halbfinale als Laufsiegerin auf 2:08,60. Insgesamt schneller war nur die Italienerin Margherita Panziera in 2:07,61 als Gewinnerin des zweiten Halbfinales. Simon Bucher knackte als Gesamtzehnter über 100 m Delfin im neuen österreichischen Rekord von 51,80 Sekunden auch klar das Olympialimit.

Grabowski schwimmt am Sonntag ab 18.35 Uhr (live ORF tvthek) damit zum EM-Abschluss um eine Medaille. „Die letzte Länge ist meine Stärke, da habe ich richtig einen drauflegen können. Ich bin echt sprachlos und ich freue mich so sehr. Wenn es so weitergeht, dann darf ich sagen ja, ihr dürft mit einer Medaille) spekulieren. Kurz vor den Spielen so eine Leistung hinzulegen, bedeutet mir wirklich viel.“

Bucher verpasste die Teilnahme am Endlauf zwar, löschte aber den 100-m-Delfin-Rekord von Dinko Jukic (51,99/2012) aus. Zudem unterbot er mit der 50-m-Durchgangszeit (23,66) auch den Rekord von Martin Spitzer aus dem Jahr 2009 (23,69). „Es ist ein Wahnsinn. Ich kann das eigentlich nicht in Worte fassen, das Olympiaticket fix in der Tasche zu haben. Als erstes habe ich an meinen Opa gedacht. Der kommt aus Japan. Es ist das schönste Gefühl und es ist auch der große Traum von meinem Opa in Erfüllung gegangen“, erzählte Bucher, dessen Mutter in Tokio geboren wurde.

Die Zeit sei unglaublich. „Jetzt kann man schon sagen, dass ich in der Weltspitze angekommen bin.“ Im Halbfinale war Bucher am Vormittag in 52,25 auf Rang 15 gelandet. Das OSV-Aufgebot für Tokio erhöhte sich damit auf sechs Athleten, vor Bucher hatten sich bereits Grabowski, Marlene Kahler, Felix Auböck, Bernhard Reitshammer und Christopher Rothbauer qualifiziert.

Heiko Gigler hatte über 50 m Kraul im nötigen Swim-off mit 22,05 Sekunden ebenfalls neuen österreichischen Rekord aufgestellt, im abendlichen Halbfinale wurde er in 22,10 in seinem Lauf Siebenter und damit Gesamtelfter. Claudia Hufnagl (47./50 m Delfin), Xaver Gschwentner (54.) und Martin Espernberger (57./je 100 m Delfin) sowie Lena Kreundl (37.) und Cornelia Pammer (42./jeweils 50 m Brust) schieden in den Vorläufen aus.


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