Vulkanausbruch - Lavastrom stoppt vor Großstadt Goma

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Der Lavastrom des Vulkans Mount Nyiragongo in der Demokratischen Republik Kongo hat kurz vor der Großstadt Goma vorerst gestoppt. Das berichtete ein dpa-Reporter an Ort und Stelle am Sonntag. Menschen, die ihre Häuser am Samstagabend in Panik verlassen hatten und teilweise über die Grenze ins benachbarte Ruanda geflohen waren, kehrten demnach Sonntagfrüh zurück.

Ein Teil des Lavastroms hatte sich am späten Samstag in Richtung Goma gewälzt. Die Behörden Ruandas öffneten daraufhin in der Nacht auf Sonntag die Grenze und ließen die Menschen passieren.

Der aktive Vulkan befindet sich im Virunga-Nationalpark, knapp 20 Kilometer nördlich der Stadt mit zwei Millionen Einwohnern und damit auch nahe der Grenze zu Ruanda. Der Vulkan sei am Samstagabend gegen 19.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr MESZ) ausgebrochen. Lavaströme seien bisher hauptsächlich durch Teile des Nationalparks geflossen, sagte der Leiter des vulkanologischen Observatoriums von Goma, Celestin Mahinda, dem staatlichen Radiosender RTNC. Der Park ist Afrikas artenreichstes Schutzgebiet und die Heimat der vom Aussterben bedrohten Berggorillas.

Mount Nyiragongo brach zuletzt 2002 aus. Lava zerstörte damals große Teile von Goma. Rund 250 Menschen wurden bei dem Ausbruch getötet, 120.000 wurden obdachlos.

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