Bernal festigt Giro-Führung mit Sieg auf Königsetappe

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Egan Bernal hat auf der verkürzten Königsetappe des 104. Giro d‘Italia mit dem Tagessieg eine Machtdemonstration abgeliefert und seine Gesamtführung damit gefestigt. Der Kolumbianer vom Ineos-Team setzte sich am Montag auf der 16. Etappe mit Ziel in Cortina d‘Ampezzo als Solist rund 30 Sekunden vor dem Franzosen Romain Bardet und dem Italiener Damiano Caruso durch, die in der Gesamtwertung ebenfalls Plätze gut machten.

Bernal attackierte am über 2.200 Meter hohen Passo Giau wenige Kilometer vor dem Gipfel und hängte auf dem Weg zu seinem zweiten Tagessieg bei der diesjährigen Auflage die gesamte Konkurrenz ab. „Ich wollte eine Show liefern. Dies ist die Art des Radsports, die ich mag, wenn es nass ist und man Stehvermögen braucht“, sagte Bernal. Die Oberösterreicher Felix Großschartner rollte mit rund halbstündigem Rückstand über die Ziellinie des Nobelorts, Matthias Brändle mit 42 Minuten.

Vor dem Ruhetag am Dienstag führte Bernal, der Tour-de-France-Sieger 2019, die Gesamtwertung auch dank einer 10-Sekunden-Zeitbonifkation 2:24 Minuten vor Caruso an. Der Brite Hugh Carthy ist mit einem Rückstand von 3:40 Minuten Dritter. Sein davor zweitplatzierter Landsmann Simon Yates büßte 2:37 Minuten ein und ist bei noch fünf ausstehenden Etappen Fünfter (+4:20).

Kurz vor dem Start hatten die Organisatoren beschlossen, die Etappe wegen schlechten Wetters von 212 auf 153 Kilometer zu verkürzen. Der Passo Fedaia sowie mit dem 2.239 Meter hohen Passo Pordoi der höchste Punkt der diesjährigen Rundfahrt wurden kurzfristig gestrichen, weil Probleme durch Schneefall und Eis befürchtet worden waren.


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