Dritte Pleite für Kanada bei WM - Auch Russland verliert

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Die Überraschungen in der Vorrunde der Eishockey-WM gehen weiter. Team Kanada verlor am Montagabend in Riga beim 1:3 (1:2,0:0,0:1) gegen Deutschland auch sein drittes Gruppenspiel und verzeichnet den schlechtesten WM-Start überhaupt. Die Deutschen rangen die Vertreter aus dem Mutterland des Eishockeys in einem dramatischen Kampf nieder und feierten mit dem ersten Sieg gegen die „Ahornblätter“ seit 25 Jahren (5:1, 1996 in Wien) schon den dritten Sieg im dritten Gruppenspiel.

Die Kanadier müssen sich indes mit Negativszenarien beschäftigen, sie drohen das Viertelfinale zu verpassen. Bisheriger Negativ-Höchstwert ist ein siebenter Rang. Eine Steigerung ist notwendig, doch es ist vor allem die offensive Harmlosigkeit, die aus kanadischer Sicht Sorgen macht. Gegen Deutschland brachten die Nordamerikaner auch in 3:55 Minuten in doppelter Überzahl nichts Zählbares zustande, im bisherigen Turnier stehen erst zwei Tore zu Buche.

Zuvor war in der Gruppe A auch Rekordweltmeister Russland erstmals in Riga nach einem 1:3 (0:0,1:1,0:2) gegen die Slowakei als Verlierer vom Eis gegangen. Für den sechsfachen Titelträger Slowakei, der mit drei Siegen aus drei Spielen klar auf Viertelfinal-Kurs liegt, war es der erste WM-Sieg gegen Russland seit 17 Jahren.

Die Russen hatten ihre ersten beiden Spiele im Gegensatz zu den anderen Top-Nationen noch gewonnen. Schweden, Tschechien und Kanada waren überraschend jeweils mit zwei Niederlagen in das Turnier gestartet. Auch Titelverteidiger Finnland hatte sich immerhin schon einmal beim 2:3 nach Penaltyschießen gegen Kasachstan blamiert.

Verstärkung für Russland ist indes schon unterwegs. Nach dem Aus in den Play-offs der NHL reisen Stürmer Wladimir Tarassenko von den St. Louis Blues sowie Tormann Ilja Samsonow und Verteidiger Dmitri Orlow von den Washington Capitals nach Lettland nach. Der in den vergangenen Wochen auch angeschlagene Superstar Alexander Owetschkin verzichtet indes auf das Turnier. Die Neuen können nicht sofort aufs Eis, sondern müssen zunächst in Quarantäne und werden sechs Tage lang getestet, ehe sie spielen dürfen.


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