Jeunesse bietet neue Zyklen und Flatrate für alle unter 26

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Insgesamt 39 Zyklen, davon 34 an 19 Spielorten in Wien, bietet das am Dienstag veröffentlichte Saison-Programm 2021/22 der Jeunesse. Angesichts eines „Not-Budgets“ habe es Abstriche geben müssen, sagte Philipp Comploi, seit März Obmann und interimistischer Generalsekretär, gegenüber der APA. Die Zahl der angebotenen Konzerte bewege sich bei drei Vierteln gegenüber der Zeit vor Corona. Neu sind u.a. das „Tandem Songwriter Festival“ und der Zyklus „Urban Fusion“.

Die „Jeunesse - Musikalische Jugend Österreichs“ ist einer der größten Konzertveranstalter des Landes und wurde wie alle von der Pandemie schwer getroffen. Doch seit den ersten Lockerungen in Vorarlberg finden wieder Konzerte statt. „Natürlich ist derzeit alles schwierig“, so Comploi, der auf das jugendliche Publikum verwies, das noch nicht geimpft und bei den Kleinsten auch von der Masken-Tragepflicht ausgenommen sei. Über die genauen Bestimmungen im Herbst seien „derzeit keine seriösen Voraussagen möglich“. Im Moment verfolgten dabei auch verschiedene Häuser unterschiedliche Strategien. „Es ist letztlich ein Glücksspiel, ob man jetzt mit genau jenen Bestimmungen plant, die dann auch gültig sein werden.“ Sicher sei einzig, dass man mit einem Abo-Kauf keinerlei Risiko eingehe, denn gegebenenfalls würden mehrere Termine angeboten oder Geld zurückerstattet.

Inhaltlich sei „von meiner Handschrift noch gar nicht viel sichtbar, da die Planung der Abos bei meinem Antritt weitgehend abgeschlossen war“, sagte der Musiker. Einige Projekte stehen jedoch bereits für jenen Kurs, den er künftig einschlagen möchte, ohne die Jeunesse „neu zu erfinden“. Das „Klingende Wohnzimmer“ bringt etwa allen Altersgruppen etwas: „Das freut mich, denn es kommt zu selten vor, dass die ganze Familie ins Konzert geht.“ Julian le Play programmiert das neue „Tandem Songwriter Festival“ mit jeweils zwei Konzerten an zwei Tagen von zwei Wochenenden. „Urban Fusion“, kuratiert von Albert O. Mair, soll die junge Szene der Wiener Club-Kultur „frei von Schubladendenken“ ins Rampenlicht rücken. Besonders freut sich Comploi darüber, dass es gelungen sei, eine Flatrate für junge Leute unter 26 Jahren anzubieten, die beachtliche Reduktionen biete.

Ob die Corona-Pandemie den befürchteten Kahlschlag unter den freischaffenden Musikerinnen und Musikern gebracht habe, könne man derzeit noch nicht sagen, meinte Comploi. „Das wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen. Derzeit sieht die Situation in Österreich diesbezüglich aber besser aus als etwa in Deutschland.“ Im Moment überwiege aber eindeutig die Freude, endlich wieder Konzerte anbieten zu können - wozu auch mehr als 200 Konzerte in den Bundesländern zählen, von Eisenstadt bis Dornbirn.

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