Platter und Mikl-Leitner wollen weitere Corona-Lockerungen

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Vor der nächsten Entscheidung in Sachen Corona-Regeln drängen Tirols Landeshauptmann Günther Platter und Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (beide ÖVP) weiter auf Lockerungen. Vor allem beim Vereinswesen und in der Kultur müsse es Erleichterungen geben, sagte Platter zur APA. Mikl-Leitner sprach sich dafür aus, „so früh wie möglich die weiteren Öffnungen einzuleiten“. Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) denkt vor allem an die Sperrstunde.

Vor allem für Open-Air-Festivals sei die derzeit geltende Regelung zu früh, betonte Doskozil am Dienstag gegenüber der APA. Um bereits um 22.00 Uhr fertig zu sein, müssten die Festivals, die im Burgenland ab Juli über die Bühne gehen, laut dem Landeshauptmann schon um 18.00 Uhr beginnen - also noch bei Tageslicht. Üblich sei ein Start um 21.00 Uhr oder später. „Ein so früher Beginn würde organisatorisch und künstlerisch ein extremes Handicap bedeuten“, sagte Doskozil. Der genaue Zeitpunkt weiterer Lockerungen - ob, wie von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angekündigt, am 17. Juni oder, wie von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) angedacht, schon eine Woche früher - sei für ihn nicht vorrangig.

Die Situation in Niederösterreich habe sich deutlich entspannt, teilte Mikl-Leitner auf APA-Anfrage mit: „Darum können und müssen jetzt auch die Regelungen des Zusammenlebens rasch und deutlich gelockert werden.“

Zu von der Bundesregierung erfolgten Ankündigungen weiterer Öffnungsschritte erklärte Niederösterreichs Landeshauptfrau: „Diese öffentliche Streiterei auf Bundesebene der letzten Tage war mehr als entbehrlich.“ Wie sich jetzt herausstelle, „wollen alle dasselbe, nämlich rasch und verantwortungsvoll weiter zu öffnen“:

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Mit der aktuellen 20 Quadratmeter-Regelung seien Musik- und Chorproben, aber auch das Vereinsleben „praktisch unmöglich“, begründete Tirols Landeschef Platter seine Forderung nach Lockerungen. Auch das „Ausrücken bei Prozessionen“ sollte unter gewissen Sicherheitsauflagen ermöglicht werden: „Es braucht daher Nachbesserungen bei den Abstandsregelungen und Quadratmeterbeschränkungen“.

Vergleichsweise vorsichtig reagiert man in Oberösterreich. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) will den Gipfel am Freitag abwarten: „Wofür ich mich sehr einsetzen werde, sind klare Perspektiven und weitere Öffnungen für das Vereinsleben und Ehrenamt im Land, etwa für die Blasmusik und die Chöre“, stellte er immerhin in Aussicht. Seine Stellvertreterin und Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) strich heraus, dass man nach wie vor „auf Sicht“ fahre und auch wenn das schwierigste Stück des Weges bewältigt sein möge, „hinter der nächsten Kurve kann die nächste Überraschung liegen. Deshalb bin ich vorsichtig optimistisch“, sagte Haberlander.


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