Syrer wählen Präsidenten - Opposition spricht von „Farce“

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Im Bürgerkriegsland Syrien hat am Mittwoch die Präsidentenwahl begonnen. Erwartet wird eine klare Mehrheit für Amtsinhaber Bashar al-Assad, der bereits seit dem Jahr 2000 an der Macht ist. Seine Regierung kontrolliert rund zwei Drittel des Landes. Nur in diesen Gebieten können die Wähler an der Abstimmung teilnehmen. Die beiden Mitbewerber des 55-Jährigen gelten als Zählkandidaten ohne echte Chance.

Assad steuert auf seine vierte Amtszeit zu. Regierungskritiker sehen in der Abstimmung eine „Farce“. Die im Nordosten Syriens regierenden Kurden lehnen eine Teilnahme ab. Auch fünf westliche Staaten kritisierten die Abstimmung. Man wolle deutlich machen, dass das Votum weder frei noch fair sein werde, hieß es in einer am Dienstagabend veröffentlichten, gemeinsamen Erklärung der Außenminister aus den USA, Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien. Darin wird die syrische Opposition unterstützt, die die Wahl als illegitim verurteilt habe.

Ein Wahlergebnis wird für diesen Mittwoch noch nicht erwartet. Syriens autoritäre Führung hat in den vergangenen Tagen versucht, mit einer Kampagne auf der Straße und in den Medien viele Wähler an die Urne zu bringen. Das Staatsfernsehen zeigte am Morgen lange Schlangen vor den Wahllokalen. Die Präsidentschaftswahl vor sieben Jahren hatte Assad nach offiziellen Zahlen mit fast 89 Prozent der Stimmen gewonnen. Die EU und andere westliche Staaten stuften die Abstimmung als unrechtmäßig und undemokratisch ein.

In dem Land herrscht sehr mehr als zehn Jahren Bürgerkrieg. Zudem steckt Syrien in einer schweren Wirtschaftskrise. Millionen Menschen leiden unter Hunger und Armut.

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