Lukaschenko weist Kritik an erzwungener Landung zurück

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Der weißrussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat jegliche Vorwürfe im Zusammenhang mit der erzwungenen Landung eines Ryanair-Flugs und der Festnahme eines Bloggers zurückgewiesen. Es sei vollkommen rechtmäßig vorgegangen worden, im Einklang mit dem Völkerrecht sei das Ziel der Schutz von Menschen gewesen, zitierte die Nachrichtenagentur Belta den autoritär regierenden Präsidenten am Mittwoch. Mit der Kritik am weißrussischen Vorgehen würden „rote Linien überschritten“.

Weißrussland (Belarus) nicht wohl gesonnene Menschen hätten die Absicht, das Land in die Zange zu nehmen. Es war Lukaschenkos erste öffentliche Stellungnahme zu dem Vorfall. Die Ryanair-Maschine war am Sonntag auf dem Weg von Griechenland nach Litauen zur Landung in Minsk zur Landung gezwungen und der regierungskritische Journalist festgenommen worden.

Die als Reaktion darauf von der EU verhängten Start- und Landeverbote für weißrussische Fluggesellschaften könnten nach Einschätzung von „Reporter ohne Grenzen“ negative Folgen haben. „Es kann sein, dass die Flugverbotssanktionen kontraproduktiv sind. Es ist wichtig, Journalisten und Angehörigen der Zivilgesellschaft nicht alle Türen zu verschließen“, sagte der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen, Christian Mihr, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Es sei gut, dass die EU sich schnell und einheitlich auf Sanktionen geeinigt habe, aber Flüge seien eine der wenigen Möglichkeiten, aus Weißrussland ausreisen zu können, da etwa die Landgrenze zu Polen wegen Corona geschlossen sei.

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