Erste Messe „Parallel Vienna Editions“ eröffnet

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Mit der ersten „Parallel Vienna Editions“ ist am Mittwoch auch der Wiener Kunstmesse-Betrieb nach dem Lockdown wieder gestartet. „Das Format Editionen liegt in der Luft als Einstiegsdroge für den Kunstvirus“, sagte der Initiator und künstlerische Direktor Stefan Bidner am Vormittag vor Journalisten. „Es ist ein Format, das zeitgemäß ist.“ Bis Sonntag sind im Semperdepot auf über 1.000 Quadratmetern Grafiken, Multiples, Objekte, Fotos, T-Shirts, Kunstbücher und NFTs zu kaufen.

Die schwarze Wurst-Skulptur von Erwin Wurm, die in der hohen Eingangshalle des Atelierhauses der Akademie empfängt, liegt mit 220.000 Euro am oberen Rand des Preis-Spektrums, die neue Licht-Skulptur „Lost in Thought“ von Brigitte Kowanz mit 9.000 Euro in der Mitte und die Kleinkeramiken von Mariella Lehner am Stand der Galerie Rudolf Leeb um 120 Euro am unteren Rand. „Es ist eine gute Sache, mit diesem niederschwelligen Format zu starten. Die Leute müssen ja einkaufen quasi wieder neu lernen“, meinte Leeb im Gespräch mit der APA. Leeb setzt hier in seinem jungen Angebot vor allem auf Kleinkeramiken und Porzellanfiguren und wird am 10. Juni in seiner ersten Ausstellung in den bisherigen Räumen der Galerie Chobot in der Domgasse die Deutsche Franziska Frings präsentieren.

Auf dem Tisch des Kunstraums flat1 zeigt Karin Maria Pfeifer, wie sie die vergangenen Monate genützt hat - für einer Serie mit überdimensionalen PEZ-Packerln nämlich. 300 Euro kosten Einzelarbeiten, 3.500 das Gesamtpaket aus Skulpturen, Leuchtobjekten, Grafiken und einem Video. „Fein, dass es endlich wieder losgeht“, freute sie sich beim APA-Rundgang. „Es war zwar schön, im Lockdown viel Zeit zum Arbeiten zu haben, aber auf die Dauer ist es nicht das Wahre...“

An die 40 Aussteller sind bei dieser Neu-Initiative der „Parallel Vienna“, deren neunte reguläre Ausgabe auf 1. bis 5. September verschoben wurde, vertreten, darunter so renommierte Namen wie die Galerien Krinzinger, Charim, Zeller van Almsick, Gabriele Senn und Lisi Hämmerle. Schon am Wochenende bekommt die „Parallel Vienna Editions“ Konkurrenz: Der Galerienverband veranstaltet am Freitag und Samstag (28. und 29. Mai) ein Gallery Weekend unter dem Titel „open days - new shows“. Alle teilnehmenden Galerien haben von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Und im Hotel Park Hyatt Vienna findet von Donnerstag bis Sonntag die „ART at the PARK“ statt. Auf rund 1.500 Quadratmetern präsentieren sich dort 18 Kunsthändler und Galeristen.

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