Polizei hält Dokumente über blutigen Einsatz in Rio geheim

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Die Polizei von Rio de Janeiro wird die Dokumente über einen der blutigsten Einsätze in der Geschichte der brasilianischen Metropole fünf Jahre unter Verschluss halten. Das berichteten Medien am Dienstagabend (Ortszeit). Bei den heftigen Gefechten zwischen mutmaßlichen Mitgliedern von Drogenbanden und der Polizei in der Favela Jacarezinho waren Anfang Mai dieses Jahres 28 Verdächtige und ein Beamter der Anti-Drogen-Einheit ums Leben gekommen.

Das Armenviertel gilt als ein Stützpunkt des Verbrechersyndikats „Comando Vermelho“ (Rotes Kommando). Die Polizei begründete laut dem Nachrichtenportal „G1“ die Geheimhaltung damit, dass die Dokumente „Informationen vertraulicher Natur“ enthielten und andere Ermittlungen gefährden könnten. Menschenrechts- und Anwaltsorganisationen kritisierten dieses Vorgehen. Es werde der Eindruck erweckt, dass die Polizei Informationen von öffentlichem Interesse verbergen wolle.

Im vergangenen Juli hatte der Oberste Gerichtshof in Brasília Polizeieinsätze in Favelas während der Corona-Pandemie ausgesetzt. Diese sind nur in „absoluten Ausnahmefällen“ erlaubt. Die Polizei Rios will den Berichten zufolge auch alle andere Dokumente über Operationen in den vergangenen zwölf Monaten unter Verschluss halten.

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