Länger und größere Runde: Gastro-Regeln ab 10. Juni lockerer

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Ab 10. Juni wird das Leben noch ein bisschen lockerer: Bundesregierung und Länder werden nach Beratungen am heutigen Freitag weitere Öffnungsschritte bekanntgeben. Fix ist laut APA-Informationen, dass die Sperrstunde auf 24 Uhr nach hinten verlegt wird, gleichzeitig wird es möglich, wieder mehr Menschen zu treffen, und zwar auch im Wirtshaus. Erleichterungen kommen auch für Chorproben und den Handel, wo man künftig nicht mehr 20 Quadratmeter Platz pro Person braucht.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte zuletzt betont, dass die Corona-Zahlen seit mehreren Wochen ununterbrochen sänken und sich die Lage in den Krankenhäusern wieder normalisiert habe. Um 9.00 Uhr starten am heutigen Freitag die Gespräche zwischen der Bundesregierung, den Landeshauptleuten und Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl im Bundeskanzleramt. Von Regierungsseite sind Kanzler Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (beide Grüne), Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) und Kultur-Staatssekretärin Andrea Mayer (Grüne) dabei. Beraten wird die Politik von der Epidemiologin Eva Schernhammer, dem Vizerektor der Medizin-Uni Wien, Oswald Wagner, sowie dem Simulationsexperten Niki Popper.

Gegen 11.30 Uhr soll es dann eine Pressekonferenz geben, wo die Öffentlichkeit über die Ergebnisse informiert wird. Zwar hatte es zuletzt einen medial ausgetragenen Koalitionskrach in Sachen Öffnungen gegeben - letztlich stellte sich allerdings heraus, dass man sich inhaltlich ohnehin ziemlich einig ist.

Fix ist, dass die Sperrstunde in der Gastronomie von derzeit 22.00 Uhr auf Mitternacht ausgeweitet wird, hieß es aus Regierungskreisen. Indoor dürfen sich künftig außerdem acht Personen treffen, im Freien 16 Personen - dies soll sowohl im Wirtshaus als auch für sonstige Zusammenkünfte gelten. Bis zu dieser Personengrenze sind dann weder Abstand noch Maske notwendig.

Einem Länderwunsch folgend werden Musik- und Chorproben im Amateurbereich erleichtert: Die Vorschrift, dass pro Person 20 Quadratmeter Platz sein muss, fällt. Wer gemeinsam proben will, muss aber getestet, geimpft oder genesen sein. Im Handel, Freizeitbereich, Sport und in Museen wird die Quadratmeterregel zumindest halbiert, erfuhr die APA - hier müssen also künftig mindestens zehn Quadratmeter pro Person zur Verfügung stehen.

Thema der Gespräche ist wohl auch ein Aus der Maskenpflicht im Freien, das betrifft etwa das Fußballstadion, geredet werden dürfte zudem über Hochzeiten. Aus den Ländern wurde zuletzt auch der Wunsch nach einer Abschaffung des Einreiseformulars auf dem Landweg deponiert.


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