400.000 Menschen auf der Flucht vor Vulkan Nyiragongo

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In der teilweise evakuierten Millionenstadt Goma in der Demokratischen Republik Kongo herrscht nach dem Ausbruch des Vulkans Nyiragongo angespannte Ruhe. Zehntausende Menschen, die aus Sorge vor einer erneuten Eruption geflohen waren, mussten teils unter freiem Himmel übernachten. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) schätzt die Zahl der Geflohenen auf rund 400.000 Menschen, darunter fast 280.000 Kinder.

Eine Notversorgung existierte bisher kaum, so dass einige der Menschen wieder in ihre Stadt zurückkehrten. Offizielle Angaben zum Stand der seismischen Aktivitäten des Vulkans gab es am Freitag zunächst nicht.

Der Militärgouverneur der Nord-Kivu-Region hatte Donnerstagfrüh die Räumung von zehn Bezirken der Stadt angeordnet und das mit wissenschaftlichen Daten begründet, die auf eine erneute Eruption des Vulkans hindeuteten. Es bestehe zudem die Gefahr, dass heiße Lava auf dem Boden des Kivu-Sees giftige Gase freisetze. Daraufhin hatten starke Fluchtbewegungen in umliegende Städte und Gemeinden eingesetzt.

Nach der Eruption des Vulkans am 22. Mai hatten Einwohner ihre Häuser in Panik verlassen und waren teilweise über die Grenze ins benachbarte Ruanda geflohen. Ein Teil der Lava hatte sich Richtung Goma gewälzt, stoppte dann aber 300 Meter vor dem Flughafen der Grenzstadt.

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Der Vulkan befindet sich im Virunga-Nationalpark, knapp 20 Kilometer nördlich von Goma. Der Mount Nyiragongo brach zuletzt 2002 aus. Rund 250 Menschen wurden damals getötet, 120.000 wurden obdachlos.


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