Treffen zwischen Mitsotakis und Erdogan vereinbart

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Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan werden einander am Rande des NATO-Gipfels am 14. Juni in Brüssel treffen. Das kündigten der griechische Außenminister Nikos Dendias und sein türkischer Amtskollege Mevlüt Cavusoglu am Montagmittag nach gemeinsamen Gesprächen in Athen an. Zuvor hatte Mitsotakis Cavusoglu betont herzlich und entspannt empfangen.

Die Atmosphäre während des fast einstündigen Treffens sei sehr gut gewesen, hieß es aus Regierungskreisen in Athen. Cavusoglu twitterte nach dem Gespräch: „Die Wiederbelebung unserer Dialogkanäle ist ein positiver Schritt. Die Verbesserung unserer Beziehungen ist wichtig, um unsere Differenzen zu lösen.“ Die Türkei und Griechenland arbeiten seit Jahresbeginn verstärkt daran, den Gesprächsfaden trotz massiver Konflikte zwischen den beiden Ländern nicht abreißen zu lassen.

Das Treffen zwischen Mitsotakis und Erdogan wäre ein wichtiger Schritt in der Kommunikation der beiden zerstrittenen Nachbarstaaten. Erdogan und Mitsotakis hatten sich seit Beginn der Amtszeit des Griechen im Sommer 2019 nur einmal getroffen - ebenfalls am Rande eines NATO-Treffens. Seither nahmen die Spannungen zwischen den Ländern zu.

Im April hatte Cavusoglu den griechischen Außenminister in Ankara empfangen; damals war es jedoch zu einem Eklat gekommen, als die beiden Politiker sich vor laufenden Kameras gegenseitig Fehlverhalten in zentralen Konflikten wie im Streit um Erdgasvorräte im Mittelmeer und in der Migrationspolitik vorwarfen. Im vergangenen Jahr standen die Nachbarstaaten wegen des Erdgaskonflikts zwischenzeitlich sogar kurz vor einer militärischen Auseinandersetzung.

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Cavusoglu war am Sonntag bereits in den Nordosten Griechenlands gereist. Dort hatte er sich mit griechischen Bürgern muslimischen Glaubens getroffen. Die dortige Minderheit zählt rund 120.000 Menschen mit zum Teil türkischer Herkunft.


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