Spahn fordert solidarische Verteilung von Corona-Impfstoff

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Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat mit Blick auf G7-Mitglieder wie Großbritannien und die USA eine solidarische Verteilung von Impfstoffen angemahnt. „Die Europäische Union hilft gerade, die Welt zu impfen. 50 Prozent der in der Europäischen Union hergestellten Impfstoffe werden und wurden exportiert, weil wir sehr genau wissen: Wir sind erst sicher, wenn alle auf der Welt sicher sind“, sagte Spahn am Donnerstag bei einem Treffen in Oxford.

Deswegen werde er beim Meeting mit seinen G7-Gesundheitsminister-Kollegen „einmal mehr dafür werben, dass nicht nur die Europäische Union in die Welt exportiert“. Großbritannien, das die G7-Ratspräsidentschaft innehat, und die USA haben bisher fast keine Impfstoffe exportiert.

Die britische Regierung hat Oxford symbolisch als Ort des Gesundheitsministertreffens gewählt, da Forscher aus der Universitätsstadt gemeinsam mit dem Pharmakonzern Astrazeneca einen Corona-Impfstoff entwickelt haben. Die Briten dürften selbstverständlich stolz sein „auf das, was hier in Oxford entwickelt worden ist“, so Spahn. Entscheidend sei jedoch, dass die Impfstoffe, die in internationaler Kooperation entwickelt worden seien, auch zügig der Welt zur Verfügung gestellt würden.

Das Treffen der Gesundheitsminister dauert noch bis Freitag. Zur G7 gehören außer Deutschland, Großbritannien und den USA noch Japan, Kanada, Frankreich und Italien.


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