Topgesetzte Barty muss bei French Open aufgeben

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Die mit 34,37 Mio. Euro dotierten French Open in Paris sind bei den Frauen ihre Nummer eins los: Ashleigh Barty musste am Donnerstag in der zweiten Runde gegen die Polin Magda Linette beim Stand von 1:6,2:2 aufgeben. Die Australierin hatte 2019 in Roland Garros ihr erstes Majorturnier gewonnen und hatte Paris im Vorjahr wegen der Coronavirus-Pandemie ausgelassen. Barty, die sich nach dem ersten Satz behandeln ließ, hat eine Hüftverletzung, hatte aber auch Knöchelprobleme.

Bei den Männern ist der topgesetzte Spieler hingegen glatt in die dritte Runde eingezogen. Novak Djokovic besiegte den Uruguayer Pablo Cuevas, - keine leichte Aufgabe auf Sand -, sicher mit 6:3,6:2,6:4. Mit einem Ass schloss Djokovic das Match ab, er ist ohne Satzverlust in den letzten 32. Auch Roger Federer (aktuell im Einsatz) und Rafael Nadal hatten am Donnerstag noch Zweitrunden-Auftritte.

Während bei den Frauen also eine der Top-Favoritinnen frühzeitig die Segel streichen musste, hat sich die Vorjahresfinalistin in die dritte Runde gespielt. Die als Nummer 4 gesetzte US-Amerikanerin Sofia Kenin besiegte ihre Landsfrau Hailey Baptiste mit 7:5,6:3. Letztere hatte die Vorarlbergerin Julia Grabher in der dritten Qualifikationsrunde nach 3:6,1:4-Rückstand noch besiegt und deren erste Major-Hauptfeld-Teilnahme verhindert.

Die 22-jährige Kenin, deren Paris-Vorbereitung mit drei Niederlagen auf Sand denkbar schlecht war, trifft nun auf ihre als Nummer 28 gesetzte Landsfrau Jessica Pegula. Und auch die Nummer 5 des Damen-Turniers, die Ukrainerin Elina Switolina, kam mit einem sicheren 6:0,6:4 über Ann Li (USA) in die Runde der letzten 32.

Bei den Männern erreichte der als Nummer 9 gesetzte Italiener Matteo Berrettini als erster Spieler der oberen Tableau-Hälfte die dritte Runde. Berrettini besiegte den Argentinier Federico Coria klar mit 6:3,6:3,6:2.

Für eine Überraschung sorgte der mittlerweile 37-jährige Philipp Kohlschreiber. Der auf Platz 132 zurückgefallene Deutsche, der wieder vom Österreicher Markus Hipfl betreut wird, setzte sich gegen den als Nummer 24 gesetzten Russen Aslan Karazew 6:3,7:6(4),4:6,6:1 durch. Karazew hatte mit dem Halbfinale bei den Australian Open für Aufsehen gesorgt, holte den Titel in Dubai und stand in Belgrad im Finale.

Für einen Schützling eines weiteren österreichischen Betreuers gab es hingegen das Zweitrunden-Aus: Gael Monfils, seit November von Günter Bresnik gecoacht, musste sich dem Schweden Mikael Ymer 0:6,6:2,4:6,3:6 beugen. Neben Bresnik schaute auch Monfils-Freundin Switolina zu, mit der sich der Franzose kürzlich verlobt hat.

Im Männer-Doppel waren zu Fronleichnam zwei Österreicher im Einsatz, sie bilanzierten mit einem Sieg und einer Niederlage. Während der Vorarlberger Philipp Oswald, der mit seinem neuseeländischen Partner Marcus Daniell als Nummer 16 gesetzt ist, sein Erstrunden-Match gewann, kam für Oliver Marach in Runde zwei das Aus.

Daniell/Oswald besiegten Marton Fucsovics/Stefano Travaglia (HUN/ITA) 6:3,6:3 und treffen nun auf die Bezwinger von Jürgen Melzer und Marc Lopez (ESP), Romain Arneodo/Benoit Paire (Monaco/Frankreich). Für den 40-jährigen Marach kam mit seinem pakistanischen Partner Aisam-Ul-Haq Qureshi gegen Jamie Murray/Bruno Soares (GBR/BRA-7) mit 5:7,1:6 das Aus. Es war der letzte Auftritt Marachs in Roland Garros, der Wahl-Panamese beendet Ende 2021 seine Karriere.


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