Vierstöckiges Gebäude in Rio de Janeiro eingestürzt

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Beim Einsturz eines vierstöckigen Gebäudes in der brasilianischen Millionenmetropole Rio de Janeiro ist ein Kind ums Leben gekommen. Die Leiche des etwa dreijährigen Mädchens sei aus den Trümmern des Hauses geborgen worden, berichtete das Nachrichtenportal G1 am Donnerstag unter Berufung auf die Rettungskräfte. Nach dem Vater des Kindes wurde noch gesucht. Die Mutter des Mädchens und drei weitere Menschen wurden lebend geborgen und in Krankenhäuser gebracht.

Die Unglücksstelle liegt in einem Teil von Rio de Janeiro, der von den sogenannten Milizen kontrolliert wird. Die paramilitärischen Gruppen bestehen aus aktiven und ehemaligen Polizisten, Feuerwehrleuten und städtischen Beamten, die in Drogenhandel und Schutzgelderpressung verwickelt sind. In den von ihnen kontrollierten Vierteln entscheiden sie zudem über den Bau von neuen Häusern und über den Zugang zu Strom, Gas und fließendem Wasser.

Das nun eingestürzte Gebäude wurde nach ersten Erkenntnissen illegal errichtet. Vor rund zwei Jahren kamen beim Einsturz von zwei Häusern in einem benachbarten Viertel 24 Menschen ums Leben. Auch damals sollen Milizen in den Bau der Gebäude verwickelt gewesen sein.


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