Gedenken an Opfer des Massakers in Peking verboten

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Am Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung vom 4. Juni 1989 an diesem Freitag muss in China und Hongkong in aller Stille der Opfer des Massakers gedacht werden. Während in der Volksrepublik ohnehin nicht öffentlich an dieses dunkle Kapitel der chinesischen Geschichte erinnert werden darf, haben die Behörden in Hongkong im zweiten Jahr in Folge die sonst jährliche Kerzenandacht verboten.

Als Grund nannten die Behörden der chinesischen Sonderverwaltungsregion die Pandemie. Doch vermuten Kritik politische Motive dahinter. Einige Aktivisten wollen sich allerdings nicht abschrecken lassen, obwohl ihnen Haft droht. Mit neuen Sicherheitsgesetzen geht die peking-treue Regierung seit knapp einem Jahr massiv gegen die demokratische Opposition vor. Viele wurden inhaftiert oder warten auf ihren Prozess.

Bei dem Einsatz der Volksbefreiungsarmee gegen friedliche Demonstranten um den Platz des Himmlischen Friedens (Tian‘anmen) in Peking waren vor 32 Jahren einige hundert Menschen ums Leben gekommen. Die genaue Zahl ist bis heute nicht bekannt. Tausende wurden verletzt und inhaftiert. Auch heute ist das Thema in China noch ein Tabu und wird von der Regierung totgeschwiegen.

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