Mindestens 138 Tote bei Angriff auf ein Dorf in Burkina Faso

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Bei einem Angriff mutmaßlicher Jihadisten im westafrikanischen Staat Burkina Faso sind mindestens 138 Menschen getötet worden. Präsident Roch Marc Christian Kabore verurteilte den nächtlichen Überfall auf das Dorf Solhan am Samstag als eine „barbarische“ Tat. Auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres zeigte sich empört. Bei dem Angriff handelt es sich um die blutigste Attacke seit dem Beginn der jihadistischen Gewalt in Burkina Faso im Jahr 2015.

Es ist der Angriff mit den meisten Todesopfern in Burkina Faso seit Jahren. Der staatlichen Nachrichtenagentur AIB zufolge wurden die Menschen regelrecht „exekutiert“. Demnach sollen die Angreifer auch Gebäude und den Markt in Brand gesetzt haben. Auch könne die Zahl der Opfer weiter steigen, meldete AIB.

Wenige Stunden zuvor waren bei einem weiteren Angriff in der Region 14 Menschen getötet worden. Die beiden Attacken wurden im Dreiländereck verübt, das von Burkina Faso, Mali und dem Niger gebildet wird. Diese Region wird häufig von dschihadistischer Gewalt erschüttert.

UN-Generalsekretär Guterres sei „empört“ über den Angriff, erklärte sein Sprecher. Nach seinen Angaben waren unter den Opfern auch mindestens sieben Kinder. Diese „abscheuliche“ Tat zeige, dass die internationale Gemeinschaft ihre Unterstützung für die betroffenen Länder im Kampf gegen den gewaltsamen Extremismus verstärken müsse.

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Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell teilte mit, es müsse alles getan werden, um sicherzustellen, dass die Täter für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen würden. Er bekräftigte die Verpflichtung der Union, gegen die Unsicherheit zu kämpfen und die Präsenz des Staates in den am stärksten betroffenen Regionen zu verstärken.

Die Regierung von Burkina Faso nannte die Angreifer „Terroristen“ - diese Bezeichnung zielt in der Regel auf Jihadisten ab. Sie hätten Häuser angezündet und den zentralen Markt in Brand gesetzt. Präsident Kabore sprach von einer „verabscheuungswürdigen“ Tat. „Wir müssen diesen Feinden der Aufklärung geeint und massiv entgegentreten“, sagte er. Die Regierung entsandte Einsatzkräfte, um die Angreifer zu „neutralisieren“ und die Gegend zu sichern. Zudem ordnete sie eine dreitägige Staatstrauer an.


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