Zverev und Tsitsipas zogen ins French-Open-Halbfinale ein

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Der Deutsche Alexander Zverev hat bei den Tennis-French-Open in Paris zum ersten Mal das Halbfinale dieses Grand-Slam-Turniers erreicht. Er gewann am Dienstag sein Viertelfinale gegen den Spanier Alejandro Davidovich Fokina trotz durchwachsener Leistung mit 6:4,6:1,6:1. Im Halbfinale am Freitag trifft der 24-Jährige auf Stefanos Tsitsipas, der Grieche setzte sich gegen den Russen Daniil Medwedew mit 6:3,7:6(3),7:5 durch.

Medwedew hatte zuvor seine ersten Matches überhaupt in Roland Garros gewonnen, nachdem er bei seinen bisherigen vier Antreten stets in Runde eins verloren hatte. Gegen Tsitsipas zog er aber dann doch den recht klar den Kürzeren. Der 25-jährige Weltranglisten-Zweite führt im Head-to-Head aber immer noch 6:2. Gegen Zverev liegt der 22-jährige Tsitsipas freilich 5:2 voran. Auf Sand gab es auf der Tour nur eine Begegnung der beiden, und zwar 2019 in Madrid mit einem Dreisatzsieg von Tsitsipas.

Zverev war 2020 bei den Australian Open und bei den US Open in einem Major-Halbfinale gestanden, in New York verlor er das Finale gegen den Niederösterreicher Dominic Thiem in fünf Sätzen. „Es ist schön, im Halbfinale zu stehen, aber da geht hoffentlich noch etwas mehr“, sagte Zverev nach der Partie. Er tat sich anfangs sehr schwer. Der 24-Jährige fand vorerst keinen Rhythmus, gab in Satz eins dreimal sein Service ab. Doch sein Gegner agierte noch fehlerhafter.

Mit dem Gewinn des ersten Durchgangs im Rücken lief es bei Zverev deutlich besser. Er bewegte sich nun besser, auch sein Aufschlag bereitete nun nicht mehr so viele Probleme. Davidovich Fokina schien dagegen mit dem Druck in seinem ersten Grand-Slam-Viertelfinale überfordert. Zverev hatte nun alles im Griff und machte auch im dritten Satz zwei schnelle Breaks. Damit war er nicht mehr zu stoppen und machte das Weiterkommen nach nur 1:36 Stunden perfekt.

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Bei den Frauen bestreiten die Slowenin Tamara Zidansek und die Russin Anastasia Pawljutschenkowa das erste Semifinale des mit 34,37 Millionen Euro dotierten Majors. Zidansek steht als erste Spielerin ihres Landes in der Vorschlussrunde eines Grand Slams. Sie besiegte die Spanierin Paula Badosa 7:5,4:6,8:6. Zidansek hatte zuvor noch nie die zweite Runde bei einem der vier Grand-Slam-Turniere überstanden. „Es ist ein überragendes Gefühl“, sagte sie.

Die mit 29 Jahren um sechs Jahre ältere Pawljutschenkowa schaffte es in ihrer langen Karriere ebenfalls erstmals in eine Major-Vorschlussrunde, und das beim 52. Versuch. Nun besiegte sie ihre Landsfrau und Doppelpartnerin Jelena Rybakina 6:7(2),6:2,9:7. Sechsmal war Pawljutschenkowa davor in Grand-Slam-Viertelfinalspielen ausgeschieden. Die 21-jährige Rybakina, Achtelfinal-Bezwingerin von US-Star Serena Williams, beendete die Partie nach 2:33 Stunden mit einem Doppelfehler.


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