Biden zu erster Auslandsreise nach Europa aufgebrochen

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Joe Biden ist zu seiner ersten Auslandsreise als US-Präsident aufgebrochen. Biden flog am Mittwoch gemeinsam mit seiner Ehefrau Jill vom Militärflugplatz Andrews nahe der US-Hauptstadt Washington Richtung Europa ab. Am Mittwochabend (Ortszeit) wurden der Präsident und die First Lady in Großbritannien erwartet, wo Biden am Donnerstag mit dem britischen Premierminister Boris Johnson zusammenkommen und ab Freitag am G7-Gipfel in Cornwall teilnehmen will.

Es ist der erste internationale Trip Bidens seit dem Amtsantritt im Jänner. Wegen der Corona-Pandemie hatte der Präsident bisher zunächst nur Reisen innerhalb des Landes unternommen.

Bei seinem Abflug kündigte Biden einen Impfplan für die ganze Welt an. „Ich habe einen, und ich werde ihn verkündigen,“ sagt Biden, kurz bevor er an Bord der Air Force One ging. Der Kampf gegen die Pandemie soll eine wichtige Rolle insbesondere bei den Beratungen der G7-Staaten spielen. Von G7-Diplomaten wurde dabei betont, dass die von den USA geforderte Freigabe der Impfstoff-Patente wohl keine Rolle spielen werde. Stattdessen gehe es um die Versorgung von Entwicklungsländer mit Impfstoff sowie den Aufbau von Produktionskapazitäten auf anderen Kontinenten.

Am Rande des G7-Gipfels, der bis Sonntag geht, will sich Biden unter anderem mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem bilateralen Gespräch zusammensetzen. Zum Abschluss ihres Besuches in Großbritannien werden der US-Präsident und die First Lady am Sonntag von Königin Elizabeth II. auf Schloss Windsor nahe London empfangen.

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Am Montag nimmt Biden am NATO-Gipfel in Brüssel teil, wo am Tag darauf ein Spitzentreffen mit EU-Vertretern auf dem Programm steht. Am Mittwoch kommender Woche findet dann ein mit Spannung erwartetes Gipfeltreffen Bidens mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Genf statt, bevor der US-Präsident nach Washington zurückkehrt.

Kurz vor seinem Abflug sagte Biden, Ziel der Reise sei unter anderem, China und Russland zu zeigen, wie eng das Bündnis zwischen den Vereinigten Staaten und Europa sei. Wenige Stunden vor der Abreise Bidens wurde bekannt, dass EU und USA ihre Handelsstreitigkeiten dauerhaft beilegen wollen. Dies ging aus dem Entwurf für den EU-USA-Gipfel am Montag hervor. Demnach sollen die unter Bidens Vorgänger Donald Trump verhängten Stahl-Strafzölle vor dem 1. Dezember aufgehoben werden. Der Streit über Subventionen für die Flugzeugproduzenten Airbus und Boeing soll vor dem 11. Juli enden.


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