Athen erhält EU-Corona-Hilfen in Höhe von 30,5 Mrd. Euro

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EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat Griechenland Corona-Hilfen in Höhe von 30,5 Milliarden Euro zugesagt. Die griechischen Corona-Aufbaupläne seien ambitioniert und hätten das Potenzial, Griechenland über die nächsten Jahrzehnte in eine bessere Zukunft zu führen, sagte von der Leyen bei einem Besuch in Athen am Donnerstagvormittag. Acht Milliarden Euro sollen noch in diesem Jahr fließen.

Am Vortag hatte von der Leyen im Rahmen des Corona-Aufbauprogramms der EU bereits Spanien und Portugal Milliardensummen in Aussicht gestellt. Der Start der Auszahlungen wird für Juli erwartet. Vorher muss noch der Rat der EU-Länder zustimmen.

Der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis sprach vom „Ende der Turbulenzen der Pandemie und dem Anfang einer neuen Ära“. Er stellte von der Leyen bei ihrem Besuch die Digitalisierungskampagne des Landes vor, die von der griechischen Regierung seit knapp zwei Jahren mit aller Kraft vorangetrieben wird. Von dem EU-Geld sollen rund 25 Prozent in die Digitalisierung fließen; mehr als ein Drittel ist für ökologischen Wohnbau, den Ausbau der E-Mobil-Infrastruktur und nachhaltigen Nahverkehr vorgesehen.

Für die griechische Regierung sind die EU-Gelder in zweifacher Hinsicht ein Segen. Neben den Problemen durch Corona kämpft Griechenland noch immer mit den Spätfolgen der schweren Finanzkrise, die fast das gesamte letzte Jahrzehnt lang andauerte. Griechische Analysten sprechen von einer großen Chance für das Land, mit den aktuellen EU-Hilfen unabhängiger vom Tourismus zu werden.

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Nach den Besuchen in Spanien, Portugal und Griechenland wird Kommissionschefin von der Leyen am Freitagnachmittag in Dänemark erwartet, am Freitag dann in Luxemburg.


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