ÖFB-Team verliert bei EM gegen Niederlande 0:2

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Österreichs Nationalteam hat sich bei der Fußball-EM im zweiten Spiel erstmals geschlagen geben müssen. Die ÖFB-Auswahl kassierte am Donnerstag in Amsterdam gegen die Niederlande eine verdiente 0:2-Niederlage, die Tore erzielten Memphis Depay aus einem Elfmeter (11.) und Denzel Dumfries (67.). Die Niederländer stehen nach ihrem zweiten vollen Erfolg bereits fix im Achtelfinale. Auch für Österreich lebt die Chance auf den erstmaligen Einzug in eine EURO-K.o.-Phase.

Rot-Weiß-Rot liegt aufgrund der weniger geschossenen Tore hinter der Ukraine, die damit am Montag besiegt werden muss, um noch Gruppenrang zwei zu erreichen. Bei einem Remis wäre man Dritter, hätte mit vier Punkten aber gute Chancen, zu den vier besten Gruppendritten zu zählen, die ebenfalls ins Achtelfinale aufsteigen. Eventuell würde sogar eine Niederlage für den Einzug in die Runde der letzten 16 reichen.

ÖFB-Teamchef Franco Foda nahm im Vergleich zum 3:1 gegen Nordmazedonien nur eine personelle Änderung vor - in Abwesenheit des gesperrten Marko Arnautovic stürmte Michael Gregoritsch anstelle von Sasa Kalajdzic. Auch am System änderte sich nichts Grundlegendes, denn David Alaba agierte neuerlich in einer Kette mit drei Innenverteidigern.

Während der künftige Real-Madrid-Profi gegen Nordmazedonien in seiner neuen Rolle noch glänzte, leistete er sich diesmal einen folgenschweren Schnitzer. Alaba legte sich im eigenen Strafraum den Ball zu weit vor, Dumfries war schneller am Spielgerät und der Wiener stieg dem niederländischen Außenverteidiger auf dem Fuß. Der israelische Schiedsrichter Orel Grinfeld ließ zunächst weiterspielen, wurde aber anschließend vom Videoassistenten eines Besseren belehrt. Den dafür verhängten Strafstoß verwertete Depay souverän (11.).

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Davor hatten die Niederländer die Österreicher kommen lassen und darauf verzichtet, allzu großen Druck auszuüben. Auch nach dem Tor sah „Oranje“ von allzu risikoreichem Spiel ab und lauerte lieber auf österreichische Fehler, was sich in der 24. Minute fast bezahlt gemacht hätte. Bei einem Einwurf der Niederländer passte die ÖFB-interne Kommunikation nicht, Alaba ließ Depay alleine aufs Tor ziehen, der Lyon-Stürmer traf jedoch nur das Außennetz.

Das ÖFB-Team hatte mehr Ballbesitz als im Vorfeld der Partie befürchtet, wusste damit aber wenig bis gar nichts anzufangen. In der 28. Minute wurde ein Schuss von Christoph Baumgartner von Matthijs de Ligt per Kopf abgewehrt, sieben Minuten später ging ein Weitschuss von Martin Hinteregger meterweit über die Querlatte - ansonsten hatte Österreich im Spiel nach vorne praktisch nichts zu bieten.

Die Niederländer hingegen wurden vor der Pause noch zweimal brandgefährlich. Wout Weghorst legte für Depay ab, der Angreifer schoss aus kurzer Distanz drüber (40.). Wenige Sekunden später rettete Andreas Ulmer bei einem Schuss von Georginio Wijnaldum - der Ball hätte möglicherweise den Weg ins Tor gefunden.

Auch in der zweiten Hälfte konnte sich das ÖFB-Team im Spiel nach vorne nicht in Szene setzen, ganz im Gegensatz zu den völlig ungefährdeten „Oranjes“. In der 61. Minute hatten die Österreicher noch Glück, als Goalie Daniel Bachmann einen Kopfball von Stefan de Vrij parierte und De Ligt beim Abstauber-Versuch Gregoritsch anschoss, von dem der Ball knapp am Tor vorbeikullerte.

Die Vorentscheidung folgte sechs Minuten später. Martin Hinteregger hob das Abseits auf, der eingewechselte Donyell Malen marschierte allein aufs ÖFB-Tor und legte für Dumfries ab, der auf 2:0 stellte. Bachmann war noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte den Treffer jedoch nicht mehr verhindern.

Foda brachte Kalajdzic für Gregoritsch und Valentino Lazaro für Baumgartner, später wurde auch noch Karim Onisiwo eingetauscht. An der offensiven Harmlosigkeit änderte das wenig, vorerst verströmte lediglich ein Weitschuss von Alaba den Hauch von Torgefahr (82.). Die beste Chance hatte noch Onisiwo, dessen Kopfball nach Vorarbeit den Kalajdzic in den Armen von „Oranjes“-Goalie Maarten Stekelenburg landete (85.).

Gegen die Ukraine hatten die Niederländer noch einen 2:0-Vorsprung verspielt, ehe sie sich 3:2 durchsetzten. Diesmal geriet der Europameister von 1988 nicht mehr ins Wanken und fuhr den siebenten Sieg in Folge gegen das ÖFB-Team ein.


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