Rückhalt für Rendi-Wagner durch Ludwig vor Parteitag

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SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hat am Montag - wenige Tage vor dem Bundesparteitag am Samstag - den heute tagenden Wiener Parteigremien einen Besuch abgestattet. „Es gibt eine sehr starke Zustimmung für unsere Bundesparteivorsitzende“, versicherte der Wiener SPÖ-Chef, Bürgermeister Michael Ludwig, nach dem Treffen im Gespräch mit Journalisten. Sollte es zu Neuwahlen im Bund kommen, könne Rendi-Wagner auch damit rechnen, Spitzenkandidatin zu werden, zeigte er sich überzeugt.

„Sie hat gerade jetzt in der Coronakrise bewiesen, dass sie mit sehr viel Fingerspitzengefühl und Kompetenz diese Krise begleitet hat“, fand Ludwig lobende Worte für die Parteivorsitzende: „Sie wird von vielen unterstützt, gerade jetzt in dieser schwierigen Phase, in der wir uns befinden.“ Und sie habe „selbstverständlich“ die Möglichkeit, als Spitzenkandidatin die SPÖ in einem etwaigen Nationalratswahlkampf zu vertreten.

Dass zuletzt immer wieder Kritik aus SPÖ-Landesorganisationen an Vorstößen der Bundespartei geübt wurde - etwa nach den Vorschlägen in Sachen Staatsbürgerschaft - ist für Ludwig nicht sonderlich dramatisch, wie er beteuerte: „Wir sind eine sehr gut organisierte, aber eine diskussionsfreudige und demokratische Partei. Wir sind auch eine große Partei, bei uns gibt es keine Message Control. Wir sind auch nicht bereit, alles zu akzeptieren, was vorgegeben wird.“

„Von daher wird das sicher ein diskussionsfreudiger und solidarischer Bundesparteitag werden“, prophezeite der Bürgermeister: „Die Stimmung ist gut, die Meinungsumfragen zeigen, dass die SPÖ im Aufwind ist in den Umfragen.“

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Rendi-Wagner zeigte sich über die Unterstützung der mächtigen Wiener Landesorganisation erfreut. Diese sei ein ganz starker Motor für eine starke politische Arbeit. „Aber in erster Linie geht es auch darum, dass wir einen sehr engen Austausch haben.“ Mit dem Bürgermeister und der Wiener SPÖ werde dieser schon lange gepflogen. Das habe sich auch in der Krise bewährt, sagte sie.

„Ich kann ihnen sagen, dass wir gerade in dieser schwierigen Zeit sehr eng abgestimmt waren und sehr gut zusammengearbeitet haben“, beteuerte sie. Daran solle sich nichts ändern. Sie habe heute auch betont, wie wichtig der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und um jeden österreichischen Betrieb sei, berichtete Rendi-Wagner.


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