„Magische Nacht“ im Parken: Dänen schaffen noch Aufstieg

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Noch nie hat es eine Mannschaft bei einer Fußball-EM geschafft, nach zwei Niederlagen zum Auftakt noch in die K.o.-Runde einzuziehen. Den Dänen ist das am Montagabend gelungen. Der Jubel des Teams im Kopenhagener Parken Stadion war nach dem fulminanten 4:1 gegen Russland gigantisch. Vier Ehrenrunden drehten die Spieler und Betreuer insgesamt. Christian Eriksen gratulierte via WhatsApp.

Im Parken erlebten Fans und Spieler in den vergangen zehn Tagen einiges: den Herzstillstand und die Wiederbelebung des dänischen Spielmachers Eriksen beim 0:1 gegen Finnland. Die emotionale Rückkehr der Mannschaft beim 1:2 gegen Belgien, als mittlerweile klar war, dass es dem 29-Jährigen wieder besser geht. Und am Montag das Russland-Spiel, dieses „Volksfest im Parken“, wie das dänische Fernsehen es nannte. Die nach drei Spielen ebenfalls bei drei Zähler haltenden Finnen und Russen wurden noch auf die Ränge drei und vier verdrängt.

„Ich hätte mir nie erträumen können, ein Teil von etwas so Großem zu sein“, sagte der 20-jährige Mikkel Damsgaard, der einer von vier dänischen Torschützen (38.) neben Yussuf Poulsen (59.), Andreas Christensen (80.) und Joakim Maehle (82.) war. „Das letzte Spiel gegen Belgien war schon das Größte, was ich je erlebt hatte. Aber das hier schlägt diese Erfahrung noch einmal“, meinte der Ersatzmann von Eriksen.

25.000 Zuschauer feierten ihr Team auf ohrenbetäubende Weise. Chefcoach Kasper Hjulmand hatte eine „magische Nacht“ erhofft. Nach dem Erfolg, der den Dänen ein Achtelfinale gegen Wales am Samstag in Amsterdam bescherte, sagte er: „Die Dänen haben uns Flügel verliehen. Sie haben uns so viel Liebe gegeben. Ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen.“ Russlands Torhüter Matwei Safonow meinte: „Das ist das erste Mal, dass ich so eine Unterstützung erlebt habe. Einer ihrer Spieler hat nur einen Pass gemacht und das ganze Stadion war auf den Beinen.“

Die Bilder von Eriksens Zusammenbruch. Der Zusammenhalt seiner Mitspieler in diesem dramatischen Moment. Die Anteilnahme von Millionen Fans. Und die Erleichterung darüber, dass der Profi von Inter Mailand mittlerweile das Krankenhaus verließ: All das hat eine Energie erzeugt, über die Hjulmand am Montag sagte: „Der Mut, der Zusammenhalt, die Freundschaft dieser Spieler: Davor ziehe ich meinen Hut. Diese Fußballer haben sich in die Herzen der Dänen gespielt. Sie haben den Mädchen und Jungs zu Hause einige Idole gegeben.“

Noch bis weit in die Nacht feierten Tausende in Kopenhagen diesen Erfolg mit Autokorsos und mehreren Freiluft-Partys auf zentralen Plätzen der Stadt. „Wir alle haben in den letzten zehn Tagen eine turbulente, emotionale Achterbahnfahrt erlebt“, sagte Torhüter Kasper Schmeichel. „Aber das zeigt, was der Fußball leisten kann. Was der Fußball mit einer ganzen Nation machen kann.“ Christian Eriksen bekam das zu Hause in Odense ebenfalls mit. „Christian schrieb uns sofort nach dem Spiel in unsere WhatsApp-Gruppe. Es war toll, von ihm zu hören“, verriet Verteidiger Jens Stryger Larsen.


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