4 Bühnen, 3G-Regel und nur Austro-Acts am 38. Donauinselfest

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Das Wiener Donauinselfest wagt mit der im Herbst stattfindenden heurigen Ausgabe einen Schritt in Richtung Normalität: Statt der coronabedingten Miniversion im Vorjahr, die hauptsächlich fürs TV konzipiert war, sollen sich zwischen 17. und 19. September wieder Menschen vor den vier geplanten Bühnen tummeln dürfen. Allerdings wird wohl die 3G-Regel angewendet. Beim Line-up setzt man auf rein österreichische Acts.

„Die Pandemie hat uns auch heuer noch ein wenig im Griff“, zeigte sich Barbara Novak, Landesparteisekretärin der Wiener SPÖ, die das Open-Air-Inselfest bei freiem Eintritt veranstaltet, am Mittwoch in einer Pressekonferenz realistisch: „Wir werden aber inhaltlich versuchen, alles rauszuholen, was möglich ist.“ Wegen der unsicheren Virussituation mit Blick auf den Herbst wisse man jedoch nicht genau, „ob das alles auch so umsetzbar ist“.

Vorgesehen ist jedenfalls ein dreitägiges Festivalwochenende, das allerdings noch immer deutlich kleiner konzipiert ist als gewohnt. Statt der 13 Bühnen in der letzten „normalen“ Ausgabe 2019 gibt es in der diesjährigen 38. Ausgabe vier Stages. Ein gutes Teil des Line-ups, das dieses Mal ausschließlich von heimischen Kulturschaffenden bestritten wird, steht bereits fest.

Die Hauptbühne wird von den ORF-Radiosendern FM4 (Freitag), Radio Wien (Samstag) und Ö3 (Sonntag) programmiert und bietet Auftritte u.a. von Pippa und Hearts Hearts, ein „Austropop-Feuerwerk“ mit Marianne Mendt, Ina Regen und den einstigen STS-Dritteln Gert Steinbäcker und Schiffkowitz sowie Josh und Lisa Pac. Einige noch geheime Namen sollen noch Anfang August präsentiert werden, kündigte der neue Festprojektleiter Matthias Friedrich an.

Auf der Kulturbühne stehen neben Kabarettgrößen wie Lukas Resetarits oder Thomas Stipsits auch die Indie-Pop-Band 5K HD rund um Singer-Songwriterin Mira Lu Kovacs. Die Schlagerbühne wird etwa von Simone und Charly Brunner, Marc Pircher und Reinhold Bilgeri bespielt. Der Hot Pants Road Club und Andy Lee Lang beehren wiederum die GÖD/ARBÖ Radio Bühne.

Was das Corona-Sicherheitskonzept für die drei Inseltag aussieht, steht wegen einiger Unwägbarkeiten - Stichwort Delta-Variante - noch nicht zur Gänze fest, sagte Friedrich. Er geht allerdings davon aus, dass die 3G-Regel jedenfalls gelten wird, also nur jene Besucherinnen und Besucher aufs Gelände dürfen, die geimpft, getestet oder genesen sind. Wie die Kontrollen gehandhabt werden, ist noch offen.

Außerdem hoffen die Organisatoren, dass die Menschen anders als im Vorjahr nicht mehr an fixen Plätzen sitzen müssen. „Aus jetziger Sicht steht dem Tanzen, Singen und Feiern nichts im Wege“, freute sich Friedrich. Man plane aber für alle Eventualitäten und müsse sich freilich nach den dann geltenden Vorgaben bzw. Verordnungen richten. Doch auch der Mediziner Siegfried Meryn, der erneut Mitglied der Covid-Beirats ist, gab sich trotz gebotener Vorsicht zuversichtlich, was die Durchführung von Großveranstaltungen im Herbst anbelangt.

Ebenfalls noch keine konkreten Angaben will Friedrich zur voraussichtlich erlaubten Besucherzahl - in Vor-Corona-Zeiten waren es insgesamt bis zu drei Millionen - machen. In Sachen Sicherheitskonzept würden noch Gespräche mit Behörden laufen. Der Projektleiter geht aber davon aus, dass sämtliche Modalitäten am 2. August präsentiert werden können.

An diesem Tag gibt es auch das offizielle Kick-off für die Tour des Inselbusses, der nach seiner Premiere heuer erneut im Vorfeld des eigentlichen Festivalwochenendes in der Stadt unterwegs sein wird. Jeweils von Mittwoch bis Samstag wird es an 40 Tagen in allen Bezirken mit 80 Acts 120 Pop-up-Konzerte geben. Vor allem jungen Musikerinnen und Musikern soll dadurch die Möglichkeit für Livekonzerte geboten werden. Dank einer Kooperation mit der Wiener Staatsoper und ihren Nachwuchssängerinnen und -sängern kommen heuer auch Klassikfans ein wenig auf ihre Kosten.

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