Salzburger Festspiele werden heuer wieder mit Fest eröffnet

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Im Vorjahr musste es wegen der Pandemie ausfallen, heuer bis Ende April gebangt werden, ob es stattfinden kann. Nun steht fest: Das Fest zur Festspieleröffnung als Geschenk für die Salzburger und ihre Gäste findet am 18. Juli statt. „Es ist möglich, das Fest unter Corona-Vorschriften durchzuführen“, sagte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler am Donnerstag bei einem Pressegespräch mit Fest-Organisatorin Renate Stelzl. Heuer wird es 59 Programmpunkte an 24 Spielorten geben.

Sehr präsent sind auch heuer wieder die Schauspieler aus dem „Jedermann“. Und das, obwohl sie am Vorabend des Festes die Premiere des Stücks hätten, sagte Rabl-Stadler. Wegen der Premiere und der obligaten Feier danach habe so manches Mitglied im Jedermann-Ensemble gebeten, den jeweiligen Programmpunkt beim Fest nicht allzu früh anzusetzen, verriet Stelzl augenzwinkernd. Kathleen Morgeneyer, die als Glaube auf der Bühne vor dem Dom steht, wird beim Fest zur Festspieleröffnung aus Hans Falladas „Der Apparat“ lesen. Tino Hillebrand und Anton Spieker - Dünner Vetter und Guter Gesell - haben Rainald Goetz‘ Roman „Rave“ für ihre Lesung im Landestheater gewählt. Mirco Kreibich, als Schuldknecht und Mammon zu sehen, hat sich für Texte von Stefan Zweig entschieden, begleitet wird er vom Wiener KlassikDuo.

Hinter die Kulissen der Festspiele kann das Publikum bei der Generalprobe des „War Requiem“ unter Mirga Grazinyte-Tyla in der Felsenreitschule oder einer Bühnenorchesterprobe für „Don Giovanni“ mit Dirigent Teodor Currentzis blicken. Auf den Plätzen der Stadt gibt es Pop-up-Konzerte, das Salzburg Museum bietet ganztägig freien Eintritt in die Landesausstellung „Großes Welttheater - 100 Jahre Salzburger Festspiele“, das Salzburger Straßentheater feiert mit „Der Diener zweier Herren“ sein 50-Jahr-Jubiläum. Und auch der Fackeltanz hat einen runden Geburtstag: Seit 70 Jahren gibt es die Brauchtumsveranstaltung auf dem Residenzplatz - dieses Mal mit 70 Paaren und einem abgesperrten Besucherbereich, bei dem die Einhaltung der 3G-Regel kontrolliert wird.

Die Veranstaltungen sind wie immer kostenlos, für manche Programmpunkte braucht es Zählkarten, die online gebucht werden müssen. Viele Konzerte oder Lesungen finden in großen Spielstätten wie dem Großen Festspielhaus, dem Landestheater oder dem Mozarteum statt. „Vielleicht ist auch das ein Impuls, um die Schwellenangst vor den Festspielen zu nehmen“, sagte Rabl-Stadler. Das eigentliche Ziel des Festes ist es ja, einen Vorgeschmack auf den Festspielsommer und Appetit auf mehr zu machen.

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