Tornado verwüstet Dörfer in Tschechien

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Ein mutmaßlicher Tornado hat am Donnerstag im Südosten Tschechiens eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Nach einer ersten Schätzung der Feuerwehr könnte es bis zu 150 Verletzte geben. In mehreren Dörfern seien Dächer abgedeckt, Fensterscheiben zerstört und Autos umhergeschleudert worden, berichtete der Fernsehsender CT am Donnerstagabend. Mehrere Busse seien bei dem Unwetter in Südmähren umgestürzt.

Alle verfügbaren Einsatzkräfte seien auf dem Weg in die Region, sagte Innenminister Jan Hamacek. Mehrere Rettungsstaffeln mit Hunden waren auf dem Weg, um in Gebäuden nach Verschütteten zu suchen.

Der stellvertretende Bürgermeister des Dorfes Hrusky sagte der Agentur CTK, dass der halbe Ort dem Erdboden gleichgemacht worden sei. In den Verwaltungsbezirken Breclav und Hodonin fielen nach Berichten in den sozialen Medien Hagelkörner von der Größe von Tennisbällen. Die Autobahn D2, die von Brünn (Brno) nach Breclav führt, war nicht befahrbar, weil Hochspannungsleitungen auf die Fahrbahn gestürzt waren. Aus Österreich waren Rettungshubschrauber sowie mehrere Fahrzeuge des Roten Kreuzes, darunter ein Notarzteinsatzfahrzeug, auf dem Weg. Auch die benachbarte Slowakei bot Hilfe an.


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