Aufräumen nach Unwettern in Niederösterreich geht weiter

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Nach den Unwettern der vergangenen Tage hat auch die neue Woche in Schrattenberg bei Poysdorf (Bezirk Mistelbach) und Allentsteig (Bezirk Zwettl) mit Arbeiten auf den vom Hagel zerstörten Dächern begonnen. Im Weinviertler Ort ging der Katastrophen-Hilfseinsatz der Feuerwehr weiter. Mehrere KHD-Einheiten aus dem Bezirk Gänserndorf trafen in den Morgenstunden ein und begannen rasch mit diversen Tätigkeiten an den in Mitleidenschaft gezogenen Gebäuden.

„Die Arbeiten schreiten sehr gut voran, da Einsatzkräfte, Sondergeräte und Abdeckmaterial in ausreichender Anzahl vorhanden sind“, zog Claus Neubauer, Pressesprecher des Bezirksführungsstabs Mistelbach, eine Zwischenbilanz. Sichergestellt sei auch der Materialnachschub. Engpässe sollten sich in dieser Hinsicht daher keine auftun. Gefordert wurden die Helfer wie bereits am Vortag von hochsommerlichen Temperaturen.

Verwendet wurden von der Feuerwehr auch Drohnen. Sie dienten insbesondere bei großen Objekten und an neuralgischen Punkten der Lageeinschätzung. Behelfsmäßig hergerichtet wurde am Montag u.a. das Schrattenberger Feuerwehrhaus. Das ebenfalls vom Hagel stark beschädigte Objekt dient seit Donnerstagabend als Einsatzzentrale.

Auch in Allentsteig hatte am Wochenende Hochbetrieb geherrscht, ein Großteil der 340 gemeldeten Schadensadressen war abgearbeitet worden. Häufigste Tätigkeit war - wie auch in Schrattenberg - das provisorische Abdichten von kaputten Hausdächern.

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Eingerichtet wurde in der Waldviertler Stadt nunmehr eine Schadenskommission, die am Montag ihre Tätigkeit aufnahm. Erste Begehungen waren geplant, in den kommenden Tagen und Wochen soll laut Gemeindehomepage jeder Haushalt zur Dokumentation der vorhandenen Schäden aufgesucht werden.

Allentsteig gilt wie Schrattenberg seit dem Wochenende als Katastrophengebiet. In beiden Orten waren am Donnerstagabend verheerende Hagelunwetter niedergegangen. Körner mit einem Durchmesser von rund fünf Zentimetern durchlöcherten Hunderte Hausdächer. Schrattenberg wurde am Freitag zudem von einem erneuten Unwetter getroffen, das in Objekten mit kaputter Dachkonstruktion für Überschwemmungen sorgte.

Allein die Niederösterreichische Versicherung (NV) rechnet nach Angaben vom Montag mit einem Schadensausmaß von 70 bis 80 Millionen Euro. Mit der Schadensaufnahme sei unmittelbar nach Abklingen der Unwetter begonnen worden. Bis zum Ende dieser Woche sollen die Erhebungen abgeschlossen sein, teilte die NV mit und sicherte rasche Hilfe zu.


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