Spanien und Portugal verschärfen Einreise-Regeln für Briten

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Zur Eindämmung der in Spanien und Portugal gefürchteten Delta-Variante des Coronavirus haben beide Länder ihre Einreise-Regeln für Briten verschärft. Die Regierungen in Madrid und Lissabon teilten am Montag unabhängig voneinander mit, wer auf dem Luft- oder Seeweg aus Großbritannien einreise, müsse entweder einen negativen PCR-Test oder vollständigen Impfschutz nachweisen.

Die britischen Urlauber sind - noch vor den Deutschen - für die Wirtschaft der beiden beliebten Urlaubsländer immens wichtig. Aus diesem Grund und auch wegen der zwischenzeitlich guten Fallzahlentwicklung in Großbritannien ließen beide Länder britische Touristen bislang nahezu ohne Auflagen einreisen. Damit ist es nun vorerst vorbei.

Die Lage in Großbritannien sei „besorgniserregend“, erklärte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez am Montag. Es gebe dort inzwischen weit über 150 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen. Die angekündigte Regelverschärfung werde „in den nächsten 72 Stunden“ in Kraft treten. Das Innenministerium in Lissabon drohte Briten, die gegen Auflagen verstoßen, mit einer 14-tägigen Quarantäne sowie mit Geldstrafen von 500 bis 2.000 Euro.

In Portugal werden zum Teil auch britische Urlauber für die deutliche Verschlimmerung der Corona-Lage in den vergangenen Wochen verantwortlich. Nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hat das Land inzwischen mit einer 14-Tage-Inzidenz von gut 124 Infektionen pro 100.000 Einwohner den höchsten Wert aller 30 erfassten Länder. Zum Vergleich: Deutschland liegt bei 25. In Lissabon macht die Delta-Variante inzwischen mehr als 70 Prozent aller Fälle aus. In Spanien scheint die Situation unterdessen noch relativ entspannt.

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