Acht Polizisten nach Misshandlungsvorwurf vor Gericht

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Im Fall eines im Jänner 2019 in einem Spiellokal in Wien-Favoriten von Polizisten ohne ersichtlichen Grund geschlagenen Tschetschenen müssen sich am Mittwoch acht Polizeibeamte am Landesgericht verantworten. Ihnen wird - in unterschiedlicher Zusammensetzung - Missbrauch der Amtsgewalt, Körperverletzung und Fälschung eines Beweismittels vorgeworfen. Die Verhandlung ist auf drei Tage anberaumt. Die Hauptangeklagten sind vom Dienst suspendiert.

Der Vorfall wurde bekannt, nachdem im Juli 2020 ein Video aus einer im Lokal angebrachten Überwachungskamera den Medien zugespielt wurde. Darauf ist zu sehen, wie der Tschetschene, der keine Gegenwehr leistet, von zwei Beamten geschlagen wird, ohne dass er dafür einen sichtbaren Anlass geliefert hätte. Kollegen der beiden stehen untätig daneben und schreiten nicht ein, zwei weitere Beamte sollen in weiterer Folge die Vorgänge in dem Lokal nicht rechtmäßig dokumentiert haben, um sie zu vertuschen. Bei der Aufarbeitung des mutmaßlichen Polizeiübergriffs dürfte dann auch schleißig ermittelt worden sein. Es gab nämlich einen unbeteiligten Tatzeugen, den man zu seinen Wahrnehmungen nicht zeugenschaftlich vernahm.

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