UEFA hält an umstrittenen Zuschauerplänen bei EM fest

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Die Europäische Fußball-Union hält an den Plänen zu der umstrittenen Zuschauerzulassung bei der EM fest. Die Maßnahmen zur Coronavirus-Eindämmung seien an jedem Spielort vollständig mit den Regularien der zuständigen lokalen Gesundheitsbehörden abgestimmt, teilte die UEFA auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Entscheidung über die Anzahl der Zuschauer bei den Spielen und die Einreisebestimmungen liege in der Verantwortung dieser Behörden - die UEFA folge ihnen.

„Es ist nicht völlig auszuschließen, dass Veranstaltungen und Versammlungen letztlich zu einer lokalen Erhöhung der Fallzahlen führen könnten“, sagte der medizinische Berater des Verbands, der Schweizer Daniel Koch. „Aber dies würde nicht nur für Fußballspiele gelten, sondern auch für alle Situationen, die nun im Rahmen der von den zuständigen örtlichen Behörden beschlossenen Lockerungsmaßnahmen erlaubt sind.“

Die europaweiten Impfkampagnen und Grenzkontrollen würden „dazu beitragen, dass in Europa keine neue große Welle startet und die jeweiligen Gesundheitssysteme unter Druck setzt, wie dies bei den vorherigen Infektionswellen der Fall war“, meinte Koch.

Für die Halbfinalspiele und das Endspiel im Londoner Wembley-Stadion sollen 60.000 Zuschauer zugelassen werden. Weil die Corona-Zahlen durch die Delta-Variante zuletzt in Großbritannien wieder stiegen, ist der Schritt umstritten. Der deutsche Innenminister Horst Seehofer nannte die Position der UEFA am Donnerstag „absolut verantwortungslos“.


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