Mozart-Porträt auf Barock-Bonbonniere entdeckt?

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Ein bisher unbekanntes Mozart-Porträt aus dem Jahre 1766 will der in Niederösterreich lebende Belgier Stefaan Missinne auf einer barocken Zuckerldose entdeckt haben. Die Dose stamme aus Paris, wo das Wunderkind im Alter von zehn Jahren aufgetreten sei, und sei mithin einer der ältesten „Fanartikel“ der Musikgeschichte, heißt es in Missinnes Buch „Mozart‘s Portrait on a French Box of Sweets“ (Hollitzer Verlag), das am Donnerstag in Wien vorgestellt wurde.

„Early 2018, during a short visit to the city of Salzburg I discovered, in an antique shop only 300 metres away from Wolfgang Amadeus Mozart‘s birthplace, a small inconspicuous round box with a portrait of a young boy“, beginnt Missinne, als Globensammler Autor des Buches „The Da Vinci Globe“, seine Buch-Einführung mit der „Entdeckung“ der aus Pappmaché und Schildpatt gefertigten Barockdose von rund sechs Zentimetern Durchmesser, in einem Antiquitätengeschäft.

In der Folge versucht das Mitglied der American Mozart Society in einer Art Wissenschaftskrimi, der u.a. nach Wien und Paris führt, anhand zahlreicher Experten-Interviews, wissenschaftlicher Untersuchungen von Dose und Bild sowie Vergleichen mit existierenden, gesicherten Mozart-Porträts den Nachweis zu führen, es handle sich bei dem Abgebildeten tatsächlich um Wolfgang Amadeus Mozart. Gesichert scheint, dass es sich bei dem Objekt um eine Vernis Martin Bonbonnière handelt. Möglicherweise wurde sie von einer den jungen Komponisten bewundernden Französin in Auftrag gegeben.

(S E R V I C E - Stefaan Missinne: „Mozart‘s Portrait on a French Box of Sweets“, Hollitzer Verlag, 120 Seiten, Englisch, 49 Euro)

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