17 Verletzte bei Entschärfung von Sprengsätzen in LA

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Bei dem Versuch der Polizei in Los Angeles, improvisierte Sprengkörper zu beseitigen, sind mindestens 17 Menschen verletzt worden. Die Sprengsätze seien aus Getränkedosen und einfachen Lunten gefertigt gewesen, erklärte der Leiter des Los Angeles Police Department, Michael Moore, nach dem Einsatz in der Nacht auf Donnerstag (Ortszeit). Die Behörden gaben an, neben dem Sprengstoff auch etwa 2.300 Kilogramm an illegalen Feuerwerkskörpern beschlagnahmt zu haben.

Auf den Aufnahmen eines Lokalsenders war zu sehen wie eine Explosion das Dach eines Bombenräumfahrzeugs wegsprengte. Moore erklärte, dass dabei zehn Beamte und sieben Zivilisten nicht lebensbedrohliche Verletzungen davongetragen hätten. Auch Wohnhäuser in der Nachbarschaft wurden beschädigt, Fenster waren zu Bruch gegangen.

Laut Moore ist unklar, warum es zu so einem Fehler bei der Entschärfung gekommen war. Alle Vorschriften seien befolgt worden und die Sprengkörper seien sicher in das speziell ausgerüstete Fahrzeug geladen worden. „Das Fahrzeug hätte dazu in der Lage sein sollen, das Material sicher zu entsorgen,“ erklärte er.

Am Fundort der selbst gebastelten Sprengsätze im Süden von Los Angeles wurde ein 27-Jähriger festgenommen. Er wird des Besitzes zerstörerischer Gegenstände beschuldigt. Nachdem die Beamten seinen zehnjährigen Bruder in dem Wohnhaus fanden, erwägen sie, dem 27-Jährigen auch Kindeswohlgefährdung zur Last zu legen. Die Polizei geht davon aus, dass die Sprengkörper für die anstehenden Feierlichkeiten zum 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag der USA, illegal verkauft werden sollten.


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