Artemis Vakianis wird neue Festwochen-Geschäftsführerin

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Die österreichische Kulturmanagerin und Unternehmerin Artemis Vakianis wird ab 1. Oktober für vorerst fünf Jahre kaufmännischen Geschäftsführerin der Wiener Festwochen. Sie folgt auf Wolfgang Wais, der diese Position 21 Jahre innehatte. Insgesamt hatten sich neun Frauen und 34 Männer im Zuge eines Ausschreibungsverfahrens beworben. Eine Hearingkommission hatte sich einstimmig für die Klagenfurterin entschieden, die u.a. kaufmännische Direktorin beim „steirischen herbst“ war.

Dort war Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (Grüne) Intendantin. „Ich freue mich, dass wir mit Artemis Vakianis eine international erfahrene und zugleich in Wien fest verankerte Kulturmanagerin gewinnen konnten, die die Wiener Festwochen weiterentwickeln wird“, kommentierte sie heute die von ihr vorgenommene Bestellung in einer Aussendung. Der „Kurier“ hatte im April darüber berichtet, dass Vakianis als Aufsichtsrätin der Festwochen frühzeitig über die Ausschreibung informiert gewesen sein müsse und vielleicht deshalb ihre Funktion als kaufmännische Vizepräsidentin des Wissenschaftsfonds FWF kurz nach Beginn ihrer zweite Funktionsperiode niedergelegt habe. Auf die Frage der Zeitung, ob sie sich beworben habe, antwortete sie damals: „Über meinen weiteren beruflichen Werdegang werde ich Sie gerne informieren, sofern es diesbezüglich Neuigkeiten gibt.“

Nun ist es so weit. Heute ließ sie die Öffentlichkeit in einer Aussendung wissen: „Ich freue mich sehr über die Entscheidung und bin sehr dankbar für das Vertrauen, das ihr zugrunde liegt. Bis zu meinem Start im Herbst genieße ich noch als Gast dieses wunderbare Festival und freue mich schon, gemeinsam mit Christophe Slagmuylder und dem Festivalteam die nächsten Jahre der Wiener Festwochen gestalten zu können.“ Slagmuylder zeigte sich „überzeugt, dass die Erfahrung und Expertise von Artemis Vakianis in den kommenden Jahren sehr positiv zur Entwicklung der Wiener Festwochen beitragen wird. Ich freue mich auf die enge Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung einer kohärenten Identität für das Festival, in der sowohl künstlerische Inhalte als auch institutionelle Aspekte zusammenkommen.“

Artemis Vakianis (Jahrgang 1974) studierte Volkswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien und absolvierte anschließend einen postgradualen Lehrgang im Bereich Kulturmanagement an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw). In ihrer Dissertation an der Wirtschaftsuniversität Wien und Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien beschäftigte sie sich mit dem Thema „Controlling im Theater – ein kritischer Diskurs“. Danach war sie u.a. am Theater in der Josefstadt, als stellvertretende Geschäftsführende Direktorin an der Komischen Oper Berlin und als kaufmännische Direktorin beim Festival „steirischer herbst“ tätig. 2014 gründete sie ihre eigene Agentur und beriet Kulturbetriebe in kaufmännischen Belangen. 2016 wurde sie zur kaufmännischen Vizepräsidentin des FWF bestellt. „Diese Funktion legte sie nach fünf Jahren im Führungsgremium des FWF im Mai dieses Jahres auf eigenen Wunsch nieder“, hieß es heute in der gemeinsamen Aussendung von Gemeinde Wien und Festwochen.

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