Warten auf Trauer-Touristen: 50. Todestag von Jim Morrison

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Morgen, Samstag, dürfte wieder einiges los sein auf dem berühmten Pariser Friedhof Père Lachaise, rund um das Grab Nummer 5, 6. Division, 2. Reihe. Vermutlich noch mehr als üblich an einem für Millionen Musikfans bitteren Datum. Am morgigen 3. Juli ist Jim Morrison - ein Künstler, auf den Begriffe wie Ikone, Reizfigur oder Kultstar wirklich zutreffen - nämlich 50 Jahre tot. Ebenso lange schon lebt der morbide Mythos des Sängers der US-Band The Doors.

Zuletzt schien der Pilgerstrom von Fans und Trauer-Touristen nachgelassen zu haben. Der Andrang habe sich stark gelegt, sagt einer der Friedhofswächter bei einem Besuch der Deutschen Presse-Agentur - damit aber auch das teilweise unzivilisierte Verhalten von Gästen an dem mit weißen Rosen, Schellmuscheln, einem gerahmten Bild des Sängers und einem bunten Windrad geschmückten Grab. Immer wieder hinterließen sie hässliche Spuren: leere Whiskyflaschen und Kippen von Joints, der Grabstein mit Graffiti beschmiert, und 1988 verschwand sogar seine Büste. Im Jahr 1990 wurde die letzte Ruhestätte der Kultfigur renoviert, 2004 wurden schließlich Sicherheitsbarrieren installiert.

Bis vor der Corona-Krise sollen jährlich bis zu drei Millionen Besucher zu dem 44 Hektar großen Parkfriedhof gekommen sein - sehr viele mit dem etwas abgelegenen Grab der Rock-Ikone als Ziel.

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