Darmoperation bei Papst Franziskus positiv verlaufen

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Der mehrstündige Darmeingriff, dem sich Papst Franziskus am Sonntag unterzogen hat, ist gut verlaufen. Der Papst habe positiv auf die Operation reagiert, so die Ärzte, die den Heiligen Vater wegen einer Entzündung des Dickdarms operiert hatten, am späten Abend. Der 84-Jährige leidet demnach an einer Stenose infolge einer Divertikulitis, einer Verengung des Darms infolge einer schmerzhaften Entzündung der sogenannten Divertikeln, Ausstülpungen der Darmwand.

Die Operation hat bisher zu keiner Änderung in der päpstliche Agenda geführt. Obwohl es noch keine offizielle Mitteilung darüber gibt, wie lange Franziskus in der Poliklinik „Gemelli“ bleiben wird, ist im Moment das Angelus-Gebet auf dem Petersplatz am Sonntag vom Vatikan bestätigt. Am Zeitplan der Verpflichtungen des Papstes hat sich bisher nichts geändert.

Franziskus wartete auf Anfang Juli, um sich der Darmoperation zu unterziehen, da in dieser Jahreszeit sich die Zahl seiner Verpflichtungen reduziert und die Generalaudienzen am Mittwoch ausgesetzt werden. Der letzte wichtige Termin des Papstes im Vatikan war der Gebetstag für den Libanon mit den Oberhäuptern der christlichen Kirchen des Krisenlandes am vergangenen Donnerstag.

Operiert wurde Franziskus von dem namhaften Chirurgen Sergio Alfieri, Spezialist für Darmoperationen. Er wendet innovative Techniken an, um die Invasivität der Eingriffe auf ein Minimum zu reduzieren. Es handelt sich um die erste Operation, der der argentinische Papst seit seinem Amtsantritt 2013 unterzogen wurde. Erwartet wurde, dass der Vatikan im Laufe des Montags weitere Mitteilungen über den Verlauf der Konvaleszenz veröffentlichen wird.

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Der 84-Jährige leidet auch an anderen Gesundheitsproblemen. Seit Jahren laboriert Franziskus an einer Reizung und wohl auch Entzündung des Ischias-Nervs, die ihm Schmerzen in Gesäß und Bein bereiten, weswegen er oft stark hinkt. Auch das Stiegensteigen bereitet ihm Probleme. Im Winter musste er wegen Ischias-Problemen einige Termine absagen. Als 21-Jähriger hatte der argentinische Papst eine Lungen-OP überstanden.

Für seinen Aufenthalt in der Gemelli-Poliklinik wurde Franziskus im zehnten Stock des Krankenhauses untergebracht, in denselben Zimmern, wo schon in der Vergangenheit Papst Johannes Paul II. beherbergt worden war.

Franziskus erhielt zahlreiche Genesungswünsche, unter anderem von Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Auch der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella und Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi wünschten dem 84-jährigen Pontifex eine rasche Erholung von der Operation. Der Kairoer Großimam Ahmad Al-Tayyeb wünschte seinem „lieben Bruder Papst“ rasche Genesung, „damit er seinen Einsatz für die Menschheit wieder aufnehmen kann“, wie der muslimische Geistliche von der Al-Azhar-Universität am Montag auf Twitter sagte.


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