Ane Mette Hols randständiger Blick im mumok

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„Im Werden (Arbeitstitel)“ lautet der offizielle Titel der ersten größeren Würdigung der norwegischen Künstlerin Ane Mette Hol in Österreich. Im Wiener mumok ist ihr nun ein ganzer Raum gewidmet. Dieser zeigt einen randständigen Blick auf die Kunstproduktion, der in seiner genesefokussierten Perspektive für eine erst 1979 Geborene überraschend vertraut wirkt. So rückt die Norwegerin als Paraphrase des künstlerischen Produktionsprozesses die Arbeitsmaterialien ins Zentrum.

„Ane Mette Hol setzt sich in ihrer Arbeit mit Nebensächlichkeiten auseinander - mit vermeintlichen Nebensächlichkeiten“, lobte Kurator Franz Thalmair bei der Präsentation am Mittwoch die konzeptuellen Qualitäten seiner Künstlerin, bei denen diese es aber nicht belasse: „Es geht Ane Mette Hol nicht nur um Ideen, sondern auch um die Realisation von Ideen.“

So steht eine Papierrolle in der Ecke, in Vitrinen findet sich von Hol eingefärbtes Seidenpapier und als größte Arbeit zeichnet „After the Dust Settles #4“ die Umrisse von Papierblättern am Boden nach, markiert mit dem Staub von Pastellkreide. Es ist die Janusköpfigkeit der Gegenstände, die als Mittel zum Zweck auf das Werden von Kunstwerken verweisen und zugleich in ihrer Präsentation wiederum selbst zu Exponaten werden.

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