Klimt-Foundation schenkt Staatsarchiv Völkermanifest-Entwurf

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Ein Konvolut aus neu entdeckten Entwürfen zur Kriegsproklamation des Kaisers Franz Joseph - das sogenannte „Völkermanifest“ - findet sich nun im Staatsarchiv. Durch die Schenkung der gemeinnützigen Klimt-Foundation werde die historische Analyse von Konzept und Original eines für den Untergang der Monarchie ausschlaggebenden Zeitdokuments ermöglicht, heißt es am Freitag in einer Aussendung der Klimt-Privatstiftung.

Veröffentlicht wurde das „Völkermanifest“ am 28. Juli 1914 in Folge des Attentats auf das Thronfolgerehepaar Franz Ferdinand und Sophie Chotek in Sarajevo und den damit einhergehenden Ereignissen. Der Kaiser ließ die Verlautbarung „An meine Völker!“, die primär den Krieg gegen Serbien zum Inhalt hatte, durch Plakate und Flugschriften in mehreren Sprachen in der gesamten Österreichisch-Ungarischen Monarchie verkünden, woraufhin es im Sommer zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges kam.

Die Direktoren der Klimt-Foundation, Peter Weinhäupl und Sandra Tretter, übergaben das kürzlich aus „monarchischem Privatbesitz“ aufgetauchte und von der Privatstiftung erworbene Dokument zur weiteren Erforschung an das Österreichische Staatsarchiv. Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) zeigte sich „bewegt, ein so wertvolles Zeitdokument in den Händen zu halten, das im weiteren Verlauf das Schicksal Europas so nachhaltig beeinflusst hat“ und dankte der Klimt-Foundation.

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