Pro-europäische Präsidentinnen-Partei führt bei Moldau-Wahl

  • Artikel
  • Diskussion

Bei der Parlamentswahl in der Republik Moldau liegt die Partei der westlich orientierten Präsidentin Maia Sandu vorn. Nach Auszählung von mehr als einem Drittel der Stimmen kam Sandus Partei PAS auf gut 42 Prozent, wie am Sonntagabend aus Zahlen der Wahlkommission hervorging. Für das sozialistisch-kommunistische Lager von Sandus Erzrivalen, Ex-Präsident Igor Dodon, votierten demnach knapp 34 Prozent der Wahlberechtigten. Das vorläufige Endergebnis wird am Montag erwartet.

Dodon, der bei der Präsidentschaftswahl 2020 von Sandu abgelöst worden war, unterhält enge Beziehungen nach Russland. Die Wahl gilt als Richtungsentscheid für die frühere Sowjetrepublik mit ihren 3,5 Millionen Einwohnern.

Sandu verfolgt mit ihrer Partei einen EU-freundlichen Kurs für die Republik Moldau, die zwischen der Ukraine und dem EU-Mitglied Rumänien liegt und eines der ärmsten Länder Europas ist. Die 49-jährige Volkswirtin, die früher bei der Weltbank gearbeitet hat, sagte im Wahlkampf der Korruption den Kampf an. Sie will das Justizsystem reformieren, Gehälter erhöhen und mit einer Verfassungsänderung die Strafverfolgung von Bestechung erleichtern. „Ich fordere die Bürger auf, mit ihrer Wahl einen weiteren Schritt zu gehen, um Moldau von Dieben und Korrupten zu befreien“, sagte sie nach dem Urnengang.

Nachdem eine Regierungsbildung zwei Mal gescheitert war, hatte Sandu im April das Parlament aufgelöst. Dort hatte zuletzt die sozialistische Partei ihres Widersachers Dodon zusammen mit den verbündeten Kommunisten eine Mehrheit. Die Kommunisten werfen Sandu vor, mit ihrer pro-westlichen Politik einen Zusammenbruch des Staates zu provozieren. Dodon appellierte nach seiner Stimmabgabe an die Bürger: „Ich fordere Sie auf, für Profis und moldawische Patrioten zu stimmen, und nicht für jene, die Moldau unter äußere Kontrolle stellen wollen“.

<p>10x Wanderausrüstung zu gewinnen</p>

<p>TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.</p>


Kommentieren


Schlagworte