FPÖ will Unterstützung für Impfstoff „Made in Austria“

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Die FPÖ will bei der Bestellung von Corona-Impfstoffen vermehrt auf „Made in Austria“ setzen. Partei- und Klubchef Herbert Kickl kritisiert daher, dass die Regierung bei der Eindämmung der Krise nur auf die bereits bekannten Vakzine setzt. Besonders bedauerlich sei, dass es von Österreich keinerlei besondere Förderung und auch keine Abnahmegarantie für den in Wien forschenden Impfstoffproduzenten Valneva gebe, sagte Kickl im Gespräch mit der APA.

Das österreichisch-französische Pharmaunternehmen entwickelt einen konventionellen Impfstoff, der so wie bereits zahlreiche langjährig eingesetzt Impfstoffe etwa gegen Kinderlähmung, Diphterie und Tetanus auf abgetöteten Krankheitserregern basiert. „Es ist völlig unverständlich, warum die Regierung diesen österreichischen Produzenten völlig im Regen stehen lässt, während Großbritannien und Deutschland bereits hohe Abnahmemengen zugesagt haben und damit auch die Forschung maßgeblich finanzieren“, meint Kickl.

Für den FPÖ-Chef ist es ein „Gebot der Stunde“, heimische Anbieter besonders zu unterstützen - einerseits um Arbeitsplätze zu erhalten oder sogar auszubauen, andererseits um die Abhängigkeit vom internationalen Markt zu reduzieren. Ein Impfstoff auf Basis abgetöteter Viren wäre für Kickl außerdem eine echte Erweiterung des Angebots und könnte auch ein Angebot für Menschen sein, die den derzeit vorhandenen mRNA- bzw. Vektor-Impfstoffen skeptisch gegenüberstehen, findet er.

Ein konventionelles Serum lasse auch wesentlich weniger unerwünschte Nebenwirkungen erwarten, als derzeit etwa bei BioNtech-Pfizer oder AstraZeneca auftreten, argumentiert der Freiheitliche, der darum meint: „Es wird nicht reichen, mit sozialem Druck und Drohungen die Leute zur Nadel zu treiben. Viele Menschen sehen, dass die aktuellen Impfstoffe nicht zuverlässig und außerdem sehr anfällig für Nebenwirkungen sind. Da braucht es bessere Angebote statt Angstmacherei.“

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Viele Menschen ahnen laut Kickl außerdem, dass die derzeit angebotenen Impfungen nicht lange anhalten und bald wieder aufgefrischt werden müssten. Bei einem „Tot-Impfstoff“ dürfte die Schutzdauer viel länger sein, sodass eine Auffrischung nur alle paar Jahre nötig sei.


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