Zahl der Krippenkinder zuletzt etwas gesunken

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Die Zahl der Null- bis Zweijährigen in Österreichs Kinderbetreuungseinrichtungen ist in den vergangenen zehn Jahren stark angewachsen, gegenüber dem Vorjahr gibt es aber einen leichten Rückgang. Das zeigt die aktuelle Kindertagesheimstatistik der Statistik Austria. Haben 2010 noch 40.000 Unter-Dreijährige eine Krippe besucht, waren es 2020 bereits 70.750 (plus 77 Prozent) - 2019 betrug die entsprechende Zahl aber noch 71.800.

Das dürfte vor allem darauf zurückzuführen sein, dass es insgesamt etwas weniger Kinder in dieser Altersgruppe gab: Die Betreuungsquote hat sich zwischen 2019 und 2020 nämlich nicht verändert und betrug in beiden Jahren knapp 28 Prozent. Zum Vergleich: 2010 waren es noch 17 Prozent. Auch in vergangenen Jahren war der Zuwachs der Betreuungsquoten nicht immer kontinuierlich - so gab es von 2015 auf 2016 sogar einen leichten Rückgang.

Die durchschnittliche Betreuungsquote von knapp 28 Prozent täuscht aufgrund der regionalen Unterschiede etwas: Wien kommt trotz eines leichten Rückgangs nach wie vor auf die mit Abstand höchste Quote von 43 Prozent. Daneben liegen nur noch das Burgenland (34,5 Prozent) und Vorarlberg (29 Prozent) über dem Durchschnittswert bei den Null- bis Zweijährigen. Den letzten Platz teilen sich Oberösterreich und die Steiermark mit knapp 18 Prozent.

Teilt man die Unter-Dreijährigen in Einzeljahre auf, zeigt sich, dass österreichweit etwas mehr als die Hälfte der Zweijährigen (54 Prozent) eine Kinderbetreuungseinrichtung besucht. Bei den Einjährigen liegt die Betreuungsquote bei 24 Prozent, bei den Unter-Einjährigen sind es etwas mehr als zwei Prozent.

Ein neuer Höchststand wurde dagegen bei den Drei- bis Fünfjährigen erreicht: Im Kindergartenjahr 2020/21 besuchten 246.877 Kinder ein Kindertagesheim bzw. wurden vorzeitig eingeschult. Das entspricht im Zehnjahresvergleich einem Zuwachs von 27.597 Kindern (plus 13 Prozent) und einer Betreuungsquote von 93 Prozent.

Trotz des Rekordwerts bei der Zahl der Kinder ist die Betreuungsquote der Drei- bis Fünfjährigen aber leicht abgesunken und beträgt österreichweit 93 Prozent. Die höchsten Werte weisen dabei Niederösterreich mit knapp 98 Prozent und das Burgenland mit etwas über 97 Prozent auf, während Kärnten (89,5 Prozent) und die Steiermark (88,5 Prozent) relativ deutlich unter dem Österreich-Durchschnitt liegen.


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