Bundesligisten ohne Probleme in 2. Cup-Runde

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Ohne Sensationen und mit souveränen Aufstiegen aller sechs Bundesligisten ist der Cup-Auftakt am Freitag über die Bühne gegangen. Titelverteidiger Salzburger setzte sich beim Pflichtspieldebüt von Trainer Matthias Jaissle in der 1. Runde beim Regionalligisten Hertha Wels nach zäher erster Hälfte glanzlos, aber sicher mit 4:1 (1:1) durch.

Vizemeister Rapid zog mit einem 6:0 (2:0) im Stadtduell mit dem von Anton Polster betreuten Ostligisten Wiener Viktoria nach. Die Mannschaft von Dietmar Kühbauer verabreichte sich vor 8.100 Zuschauern eine Moralinjektion für die Heimpartie in der Champions-League-Qualifikation gegen Sparta Prag am Dienstag. Grün-Weiß agierte eine Stunde lang in Überzahl.

Weitere Bundesligisten räumten Drittligisten aus dem Weg: Der WAC und Neo-Trainer Robin Dutt siegten beim Wiener Sportklub mit 3:0. Einen gelungenen Einstand in Cheftrainer-Positionen erlebten auch Kurt Russ mit Hartberg gegen Bad Gleichenberg (3:0) und Andreas Herzog beim 4:0 seiner Admira bei Neusiedl am See. Ried fertigte den ehemaligen Bundesligisten Grödig durch vier Treffer des Ex-Grödigers Stefan Nutz 7:0 ab.

Völlig ungefährdet buchten auch die Zweitligisten Wacker Innsbruck (8:0 Reichenau) und St. Pölten (5:0 Lauterach) ihre Tickets für die 2. Runde, die von 21. bis 23. September gespielt wird. Ligakonkurrent SV Horn scheiterte hingegen als vorerst einziger Vertreter der ersten zwei Ligen am Tiroler Regionalligisten Schwaz (0:1). Kein einziges der 16 Spiele ging in die Verlängerung.

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Salzburg trat in Wels noch ohne Teamspieler, jedoch mit einem Anzug der Marke A-Elf an. Zwar lief es früh nach Wunsch, als Bernardo einen Latten-Abpraller verwertete, nachdem der starke Goalie Indir Duna einen Kopfball von Rasmus Kristensen ans Gebälk gelenkt hatte (14.).

Danach legte der Favorit bei aller Überlegenheit aber nicht nach, der Fehlerteufel schlich sich ein und Hertha-Kapitän Florian Maier sorgte mit einem Volleyschuss aus der Drehung für den Ausgleich aus dem Nichts (33.). Nico Mantl im Salzburg-Tor streckte sich gegen den knapp vor dem Sechzehner abgegebenen Aufsitzer vergebens. Maier zeichnete gleicheitig für den einzigen Gegentreffer eines Bundesligisten am Freitag verantwortlich.

Für Salzburgs Noah Okafor war die Partie dann wohl wegen einer Oberschenkelblessur vorzeitig vorbei (44.). Sein Ersatzmann hieß Sesko und dieser sollte seine Chance beim erst zweiten Einsatz für die Kampfmannschaft auf Anhieb nutzen. Der 1,94-m-Mann schnürte aus kurzer Distanz mit dem Fuß (52.) und dann per Kopf (56.) den entscheidenden Doppelpack. Im Finish stellte Luka Sucic noch von der Strafraumgrenze auf 4:1 (90.).

„Das 1:1 zur Halbzeit hatte ich mir anders vorgestellt. In Summe war es aber ein verdienter Sieg“, sagte Jaissle. „Wir haben noch einige Abläufe vermissen lassen, da ist noch Luft nach oben. Das ist aber auch das Schöne an einer jungen Mannschaft. Wir haben viel Potenzial.“

Rapid lieferte dem stimmgewaltigen Anhang ein gelungenes Pflichtprogramm mit Toren von Ercan Kara (9.), Maximilian Ullmann (41.), Srdjan Grahovac (60.) und Doppelpacker Christoph Knasmüllner (61., 66.). Der Spielmacher sorgte mit einem Traumfreistoß zum 4:0 für das Highlight des Tages und überließ Neuzugang Marco Grüll im Finish bei einem Elfmeter den Vortritt (89.).

Die Polster-Truppe, vor zwei Jahren noch Hartbergs „Cupschreck“, verkaufte sich nach der frühen Gelb-Roten Karte von Viktor Petrovic (29.) über weite Strecken teuer, mit Fortdauer der Partie machte sich der Klassenunterschied aber immer deutlicher bemerkbar. „Ein paar Tore ist die Niederlage zu hoch ausgefallen“, sagte Polster im ORF. „Es sind viele Kleinigkeiten gegen uns gelaufen.“


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