Syriens Machthaber Assad trat 4. Amtszeit als Präsident an

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Im kriegsgeschundenen Syrien hat Staatschef Bashar al-Assad am Samstag seine vierte Amtszeit angetreten. Vor 600 Gästen legte der 55-Jährige in der Hauptstadt Damaskus den Amtseid ab. In seiner Antrittsrede sagte Assad, bei der Präsidentenwahl vom 26. Mai habe das syrische Volk die Legitimität des Staates unter Beweis gestellt. Westliche Staaten hatten die Wahl als „weder frei noch fair“ bezeichnet; die Opposition in dem Bürgerkriegsland sprach von einer „Farce“.

Assad herrscht in Syrien seit dem Jahr 2000; er war praktisch konkurrenzlos in die Wahl gegangen. Politiker der Exil-Opposition waren von einer Kandidatur ausgeschlossen, Assads Herausforderer waren kaum bekannt und nur wenigen Syrern ein Begriff. Die diesjährige Präsidentschaftswahl war die zweite seit dem Beginn des Bürgerkriegs in Syrien 2011, in dessen Verlauf fast 390.000 Menschen getötet und Millionen weitere vertrieben wurden. Im Wahlkampf präsentierte sich Assad als einzig befähigter Architekt für den Wiederaufbau des Landes.

Der Assad-Clan herrscht in Syrien bereits seit mehr als 50 Jahren. In einem Militärputsch gelangte im November 1970 Hafez al-Assad an die Macht, nach seinem Tod 2000 übernahm sein Sohn Bashar das höchste Staatsamt.


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