Clemens J. Setz mit Büchner-Preis ausgezeichnet

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Der Grazer Schriftsteller Clemens J. Setz erhält den renommierten Georg-Büchner-Preis. Dies teilte die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Dienstag in Darmstadt mit. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis gilt als wichtigste literarische Auszeichnung im deutschsprachigen Raum und wird seit 1951 verliehen. Übergeben werden soll die Ehrung an den 38-jährigen Setz am 6. November in Darmstadt.

„Mit Clemens J. Setz zeichnet die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung einen Sprachkünstler aus, der mit seinen Romanen und Erzählungen immer wieder menschliche Grenzbereiche erkundet. Seine bisweilen verstörende Drastik sticht ins Herz unserer Gegenwart, weil sie einem zutiefst humanistischen Impuls folgt“, teilte die Jury zur Begründung mit. Diese Menschenfreundlichkeit verbinde Setz mit einem enzyklopädischen Wissen und einem Reichtum der poetischen und sprachschöpferischen Imagination.

Clemens J. Setz, geboren am 15. November 1982 in Graz, veröffentlichte seinen Debütroman „Söhne und Planeten“ 2007 und feierte in den kommenden Jahren Erfolge mit Werken wie „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“ (2011), wofür er den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt. 2015 erschien sein viel beachtetes, 1.000 Seiten starkes Buch „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“. Zuletzt erschien der Band „Die Bienen und das Unsichtbare“ (2020), in dem es um Setzs Selbstversuche beim Erlernen von Plansprachen wie Esperanto, Volapük oder Blissymbolic geht.

Darüber hinaus schreibt er Gedichte, so erschien etwa 2014 sein Gedichtband „Die Vogelstraußtrompete“. Auch Theaterstücke und Übersetzungen aus dem Englischen gehen auf das Konto des studierten Mathematikers und Germanisten. Für seine Tätigkeit erhielt er bereits zahlreiche Preise, darunter der Literaturpreis der Stadt Bremen (2010), der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis (2015) oder erst im Vorjahr der Kleist-Preis.

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Die Darmstädter Akademie vergibt den Georg-Büchner-Preis an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in deutscher Sprache schreiben. Die Preisträger müssen „durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten“ und „an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben“. Zu den Preisträgern gehören Max Frisch (1958), Günter Grass (1965) oder Heinrich Böll (1967). Zuletzt konnte sich im Vorjahr die deutsche Lyrikerin Elke Erb über die Ehrung freuen. Die bisher letzten Preisträger aus Österreich waren Josef Winkler (2008) und Walter Kappacher (2009). Namensgeber des Preises ist der Dramatiker und Revolutionär Georg Büchner („Woyzeck“). Er wurde 1813 im Großherzogtum Hessen geboren und starb 1837 in Zürich.


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