Anti-Regierungs-Proteste in Kolumbien

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Tausende Kolumbianer sind am Dienstag gegen die Regierung von Präsident Ivan Duque auf die Straße gegangen. In mehreren Städten fanden zum Nationalfeiertag Demonstrationen unter anderem für eine Polizeireform sowie für mehr Unterstützung im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie statt. Bei Zusammenstößen zwischen teilweise mit Macheten bewaffneten Demonstranten und der Polizei in Medellin und Cali wurden nach Behördenangaben Dutzende Menschen verletzt.

Darunter befanden sich auch mindestens 20 Polizisten. Die Proteste in Kolumbien hatten Ende April begonnen und sich ursprünglich an einer geplanten Steuerreform entzündet, die später zurückgezogen wurde. Inzwischen richten sie sich allgemein gegen die Regierung. Die Demonstranten fordern bessere Arbeitsbedingungen, eine Reform des Rentensystems, einen besseren Schutz von Menschenrechtsaktivisten und die vollständige Umsetzung des Friedensabkommens mit der linksgerichteten Ex-Guerillabewegung FARC.

Die Sicherheitskräfte gingen in den vergangenen Monaten teils gewaltsam gegen die Demonstranten vor, nach Behördenangaben wurden mindestens 61 Menschen getötet, darunter zwei Polizisten. Zudem gab es mehr als 2.500 Verletzte.

Ebenfalls am Dienstag legte die Regierung die Pläne für eine neue Steuerreform vor. Umstrittene Punkte des ersten Entwurfs wie eine höhere Mehrwertsteuer sind darin nicht mehr enthalten.


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